https://www.transform-magazin.de/?p=2209
Der Umgang mit der Zeit ist zur Herausforderung geworden.
Zeitwohlstand durch Zeitpolitik? Zeitpolitik – der Begriff klingt modern, ist griffig und macht neugierig. Die gesellschaftlichen Beschleunigungstendenzen[1] aufgreifend, postuliert er eine neue Politik, ein wirksames Mittel zur Bekämpfung des scheinbar allseitigen Zeitdrucks gefunden zu haben und dem „erschöpften Selbst“[2] Hilfestellung geben zu können.

Dies scheint vor allem deshalb notwendig, weil das vielzitierte Hamsterrad zum Normalzustand geworden ist. Ob Wirtschaftsentwicklung oder Lebensplanung – Zeit ist Geld und wird immer knapper. So sehr, dass der Umgang mit der Zeit zur Herausforderung geworden ist und Zeitstress zum Wirtschaftsfaktor. Zeitprobleme werden in Management-Seminaren thematisiert, Beschleunigungspathologien werden diagnostiziert und in unzähligen Wellness-Angeboten wird das wachsende Bedürfnis nach Entschleunigung ventiliert.

Klagen über Stagnation gehören offenbar einer fernen Vergangenheit an und es breitet sich ein Unbehagen aus, in den Strudel der Dynamiken hineingezogen zu werden. Wer dann auch noch die Titel zahlreicher aktueller Zeitschriften überfliegt, dem wird ganz mulmig. Dort diagnostiziert der SPIEGELDas überforderte Ich“ und macht auf stressbedingte Depression aufmerksam. Das Magazin Psychologie Heute sieht das ganz ähnlich: Ausgebrannt sei das moderne Individuum. Auch DIE ZEIT meldet: Ich kann nicht mehr! Burn-out ist zu einer Volkskrankheit geworden.

Der Charme dieser Sinndeutungen scheint vor allem darin zu liegen, dass hier die zunächst positiv besetzte moderne Idee der Beschleunigung der Verhältnisse in ihr Gegenteil verkehrt wird: Das Medium der Erneuerung richtet sich zunächst gegen sich selbst und dann gegen jeden Einzelnen. Zeit kennt fortan nur noch eine Richtung: nach vorn – mit doppelter Geschwindigkeit. Verkehr, Telekommunikation, Wirtschaft, Medien, Bildungswesen – kein gesellschaftlicher Bereich kann sich diesen Entwicklungen entziehen, so dass die „Acceleration of Just About Everything“[3] den meisten Beobachtern als das charakteristische Merkmal der Gegenwartsgesellschaft gilt.[4]

 

Zeitkonflikte sind nicht individuell

Ohne Zeitmanagement-Kompetenzen scheint ein Leben kaum mehr möglich.
Soweit zur Diagnose. Leider sind in unserer Gesellschaft bisher fast ausschließlich die Individuen für die Bewältigung von Zeitkonflikten zuständig. Ohne Zeitmanagement-Kompetenzen scheint ein Leben kaum mehr möglich. Die Ratgeberliteratur ist unüberblickbar; ihre inhaltliche Tendenz ist es nicht. Sie lässt sich zumeist auf eine Annahme bringen: „Mehr schaffen in weniger Zeit“[5] – das Leben könne so leicht sein, wenn der Zeitgebrauch nur richtig trainiert werde. Die Verheißung trifft allerdings nur die halbe Wahrheit. Denn: Für die Mehrzahl der Zeitkonflikte sind wir letztlich nicht verantwortlich. Die Mehrzahl der Zeitkonflikte können wir nicht allein lösen.

Das zeigt bereits ein kleiner Blick auf all jene Taktgeber, die unseren Alltag bestimmen: Unternehmen und Verbände, Schulen und Universitäten, Behörden, soziale und kulturelle Einrichtungen, Nahverkehr, Gesetze etc.[6] Die Liste ist endlos und macht eines deutlich: Zeitprobleme sind in modernen Gesellschaften ein universelles Alltagsproblem. Familien-, Arbeits- oder Verkehrszeiten – divergierende Zeitanforderungen und -bedürfnisse können immer schwieriger ausbalanciert werden. Der Synchronisationsbedarf wächst auf allen Gebieten. Die Länge und Lage der Arbeitszeit kollidiert mit den (standardisierten) Öffnungszeiten von Behörden und Geschäften.

Die Zeiten öffentlicher Infrastrukturen von der Kinderbetreuung bis zur Pflege überschneiden sich mit Zeiten der Regeneration oder Muße.[7] Verschärft wird die täglichen Konflikte durch lebenslaufbezogene Zeitprobleme wie die „rush hour of life“, wenn zwischen 30 und 45 hohe zeitliche Anforderungen durch Ausbildung, Arbeitswelt oder Karriereplanung mit der Betreuung von Kindern oder der Pflege der Eltern zusammentreffen. Diese Lebensphase ist kein Einzelzustand, sondern Ausdruck für eine rigide zeitliche Strukturierung des Lebens, weil beispielsweise in Deutschland Ausbildungsabschlüsse nicht beliebig und meist nur zu ganz bestimmten Lebenszeiten erworben werden können.[8] In vielen anderen Lebensphasen ist es ebenfalls schwierig, eine gute Balance zwischen ökonomisch verwertbaren und nicht ökonomisch verwertbaren, reproduktiven Zeiten zu finden.

 

Was heißt Zeitpolitik?

Die Kosten der gesellschaftlichen Beschleunigung reduzieren
Hier setzt Zeitpolitik an. Zeitgestaltung wird als eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe betrachtet. Es geht um Interessenausgleich und um einen Prozess der Wiedergewinnung sozialer Gerechtigkeit. Doch eines ist leider mit Blick auf Deutschland klar: Wir sind bisher weitgehend ein zeitpolitisches Niemandsland. Dabei fehlt es nicht an guten Ideen, Ansätzen oder möglichen Koordinierungsinstrumenten. Die Vorschläge reichen von Zeitordnungsplänen (Finnland) über „Nationale Zeit-Kommissionen“ (Niederlande) bis hin zu lokalen Zeitbüros (Italien). Bei alledem geht es immer darum, die zeitlich verursachten sozialen, ökonomischen und ökologischen Kosten der gesellschaftlichen Beschleunigung zu reduzieren. Hilfestellung zu geben. Entlastung zu bieten. Zeitpolitik fordert die bewusste und nachhaltige Zeitgestaltung der Gesellschaft ein. Es geht um Zeitwohlstand, Zeitsouveränität und Zeitgerechtigkeit.

Es reicht nicht, die Symptome zu bekämpfen, denn dies hieße, sich mit der eigentlichen Krankheit einzurichten. Institutionen, Behörden, Unternehmen – das sind die Taktgeber unserer Gesellschaft. Zeitpolitik setzt dort an und fordert damit einen gesamtgesellschaftlichen Gestaltungsanspruch ein. Wichtig ist dabei: Es geht nicht darum, bekannten Problemen das Zeitetikett aufzukleben, sondern darum, die Probleme selbst neu zu denken. Es geht insgesamt um einen Perspektivenwechsel und um einen gesellschaftlichen Diskurs über das menschliche und sozial zumutbare Maß an Veränderung in der Zeit. Über den kollektiven Wunschtraum nach gesellschaftlicher Entschleunigung hinaus muss eine grundlegende Auseinandersetzung über die Verhältnisse zwischen den Zeiten stattfinden. Dies scheint nicht zuletzt deshalb geboten, weil immer mehr lebendige Zeiten zur ökonomischen Ressource werden.[9]

 

Zeitbüros, Zeitfestivals und Zeitpakte

Wo anfangen, wenn doch Zeitkonflikte allgegenwärtig sind? Ein sinnvoller erster Schritt könnte die Einführung von Zeitbüros sein. In Italien werden die zeitlichen Konflikte bereits darüber gelöst. Alle Städte über 30.000 Einwohner müssen solche Büros einrichten.[10] Was geschieht dort? Es wird diskutiert, analysiert und geprüft: Wo liegen die zeitlichen Konflikte? Wäre es beispielsweise sinnvoll den Schulbeginn zu staffeln? Das heißt: Eine Kernschulzeit mit flexibler Eigenarbeit oder Projektaufträgen am Anfang und am Ende? Reduziert das bereits Staus und führt zu einer Entzerrung familialer Stresssituationen? Oder ist es sinnvoll die Arbeitgeber in einen Tisch zu holen und über flexible (Lebens-)Arbeitszeitmodelle oder gar persönliche Entwicklungskonten zu sprechen? Oder über Betreuungsmöglichkeiten an der jeweiligen Arbeitsstätte? Über Pflege- oder Mußezeiten? Die Lösungen werden sehr individuell sein und unterschiedlich von Stadt zu Stadt.

© Stadt Bozen

© Stadt Bozen

 

 

 

 

 

 

Südtirol hat ein ganzes Gemeindenetzwerk für Zeitpolitik in dem beispielsweise in Bozen der Zeitfestival „Time Code“ umgesetzt wurde. Ein sehr schönes Beispiel für zeitpolitische Sensibilisierungen. Über mehrere Monate hinweg wurde der eindimensionale ökonomische Blick auf unseren Umgang mit Zeit thematisiert. Es galt nicht nur, zeitliche Vielfalt zu entdecken und öffentlichkeitswirksam in Szene zu setzen, sondern durch das Nachdenken über Zeitwohlstand und Zeitsouveränität ganz unterschiedlichen Diskursen Raum zu bieten.

Diskutiert wurden neue Zeitnutzungsmöglichkeiten und -sichtweisen; dazu wurden gezielt Zeiten verlangsamt, Zeitversuche durchgeführt, „time drugs“ innerhalb von Kunstprojekten verteilt oder in philosophischen und wissenschaftlichen Konferenzen Zeitvisionen entworfen. Die Initiative war wesentliches Ziel des strategischen Zeitentwicklungsplans, bezog das gesamte Stadtgebiet mit seinen Bewohnern und Organisationen ein und hatte eine Hauptabsicht: Entwicklung einer menschengerechten Zeitkultur durch Bürgerbeteiligung. Dazu wurden Zeitpakte beschlossen, Chronomaps zur Erfassung, Analyse und Kommunikation der Zeitkonflikte eingeführt und Zeitbuchungssysteme initiiert.

 

Die zweite Generation des Wohlfahrtsstaates

Natürlich lassen sich mit Festivals die grundsätzlichen Zeitkonflikte nicht lösen. Man denke erneute an die „Rushour of life“ in der zwischen 30 und 40 Karriereplanung, Familienplanung und vielleicht der erste Pflegefall koordiniert werden müssen. Oder an ökologische Zeitprobleme, die daraus resultieren, weil der Mensch seit Jahrhunderten die Bedeutung der ökologischen Zeitskalen und die Regenerationszeiten der ökologischen Systeme ignoriert.

Dem 21. Jahrhundert sind die zeitlichen Alternativen abhanden gekommen.
Dennoch: Ein gemeinsamer Austausch über Zeitkonflikte muss initiiert werden. Zeitregelungen sind komplizierte Gefüge, deren Balance ein hohes Maß an Gestaltungs- und Anpassungsleistung erfordert.[11] Es sind Probleme der Vereinbarkeit, die zutage treten, genauer: Probleme der Vereinbarkeit unterschiedlicher Zeitordnungen. Ob wir dazu zukünftig das Ministerium für Raumplanung durch das Ministerium für Zeitplanung ergänzen sollten, wie es der Philosoph Paul Virilio fordert, bleibt abzuwarten.[12] Was nicht aufgeschoben werden kann, ist die Diskussion über eine zweite Generation des Wohlfahrtsstaates, der neben materiellen Gütern auch für Zeitwohlstand und Zeitgerechtigkeit verantwortlich ist: sowohl in sozialer als auch in ökologischer Hinsicht.

Du bist gefragt!

Für diese Diskussion ist es erforderlich, dass wir uns täglich aufs Neue klar machen: Dem 21. Jahrhundert sind die zeitlichen Alternativen abhanden gekommen. Obwohl Zeitmanagement-Strategien eine konsequente Eliminierung aller „Zeitdiebe“ versprechen und virtuelle Tools zeitliche Entlastung suggeriert, sind reale Verbesserungen oder gar Alternativen nicht in Sicht.

Die Zeit der Gesellschaft hat damit ihre dominante Form erlangt. Kennzeichen: immer weniger Zeit zur kulturellen, intellektuellen, politischen oder ökologischen Verarbeitung des eigenen Wandels. Die Prototypen – und wohl auch Stereotypen – dieser Gegenwart sind die flexibilisierten Wissensarbeiter, die in rasender Vielbeschäftigung dem Paradigma des lebenslangen Lernens folgen und versuchen, über Smartphone, Notebook oder virtuelle Netzwerke zu kompensieren, was die Beschleunigung der Sozialsphären verunmöglicht.[13] In dieser Situation reicht es nicht, Entschleunigung zu predigen, sondern es tut Not, sich nach anderen Zeit- und Lebenskonzepten umzuschauen, die der exorbitanten, technologisch induzierte Beschleunigung eine Art Zyklizität, Reversibilität, vielleicht gar Reziprozität entgegensetzen.[14] Damit Zeit auch zu einer öffentlichen Gestaltungsaufgabe wird, müssen politische Alternativstrategien entwickelt werden. Dazu macht es Sinn, das eigene Leben mit zeitpolitischen Fragestellungen in den Blick zu nehmen:

  • Ist meine Zeit vorrangig fremd- oder selbstbestimmt?
  • Worauf ist das zurückzuführen?
  • Was sind meine (An-)Forderungen an Zeitsouveränität?
  • Welche Folgen hat das für die Wahrnehmung und Durchsetzung meiner Zeitinteressen?
  • Wem ist das Scheitern in Zeitkonflikten zuzuschreiben?
  • Was ist eigentlich Zeitgerechtigkeit?
  • Ist die Endlosschlaufe oder der Fast forward-Modus das Charakteristikum meines Lebens?
  • Wie verändern sich Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit, wenn die Zeitperspektive sich beschleunigt?
  • Ist die gegenwärtige Beschleunigung des Lebens Ausdruck eines neuen Modus von Zeitherrschaft?
  • Kann bereits von einer Internalisierung ökonomischer Zeitverwendungslogiken gesprochen werden?
  • Und welche Folgerungen ergeben sich daraus für grundlegende handlungsrelevante Problemlösungsperspektiven?

 

Die Fragen sind nicht abschließend, doch die Beantwortung verdeutlicht jene Machtverhältnisse, die unser tägliches Zeiterleben bestimmen. Es wird verständlich, warum eine Entwertung nicht quantifizierbarer Zeiten feststellbar ist und die Folgen unseres ökonomischen Zeitverständnisses können überschaut und dekonstruiert werden. Eine solche Herangehensweise ist ein wichtiger Baustein für eine anzustrebende „planetarische Wende“ im Denken und Handeln, wie sie auch der Club of Rome immer und immer wieder fordert.

 

 

Über den Gastautoren

nilswNils Weichert ist Politikwissenschaftler und arbeitet in Berlin. Sein Interesse gilt vor allem sozialwissenschaftliche Zukunftsfragen. „Nebenbei“ leitet er den Bereich Bildung, Wissenschaft und Kultur bei Wikimedia Deutschland und betreibt dort Gesellschafts- und Politikberatung.

 

Titelbild: unsplash; CC0, Biegun Wschodni

 

Literaturhinweise

[1] Vgl. Rosa, Hartmut: Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne, Frankfurt am Main 2005.

[2] Ehrenberg, Alain: Das erschöpfte Selbst. Depression und Gesellschaft in der Gegenwart, Frankfurt am Main 2004.

[3] Gleick, James: Faster. The Acceleration of Just About Everything, New York 1999.

[4] Vgl. Nassehi, Armin: Die Zeit der Gesellschaft. Auf dem Weg zu einer soziologischen Theorie der Zeit. Neuauflage mit einem Beitrag „Gegenwarten“, 2. Auflage, Wiesbaden 2008.

[5] Sartorius, Verena: Zeitmanagement – Mehr schaffen in weniger Zeit, München 2005.

[6] Vgl. Eberling, Matthias: Wer macht die Zeit? Gesellschaftliche Zeitstrukturen im Wandel, in: Henckel, Dietrich/ Eberling, Matthias (Hrsg.): Raumzeitpolitik, Opladen 2002.

[7] Vgl. u.a. Mückenberger, Ulrich: Metronome des Alltags. Betriebliche Zeitpolitiken, lokale Effekte, soziale Regulierung, Berlin 2004

[8] Vgl. u.a. Jurczyk, Karin: Familienzeit – knappe Zeit? Rhetorik und Realitäten, in: Heitkötter, Martina/Jurczyk, Karin/Lange, Andreas/Meier-Gräwe, Uta (Hrsg.): Zeit für Beziehungen? Zeit und Zeitpolitik für Familien, Opladen & Farmington Hills 2009.

[9] Vgl. u.a. Hofmeister, Sabine: Alles zu gleicher Zeit am gleichen Ort? Verdichtung von Raum und Zeit: das Ende der „Verinselung“, in: Geißler, Karlheinz A./Kümmerer, Klaus/Sabelis, Ida: Zeit-Vielfalt. Wider das Diktat der Uhr, Stuttgart 2006

[10] Vgl. Bauer-Polo, Ingeborg: Tempi della città. Die Geschichte des Gestaltungsansatzes in Italien von einer Initiative italienischer Frauen aus Wissenschaft, Politik und Gewerkschaft zu einem Gesetz zur Koordinierung von Zeiten in italienischen Kommunen, in: Mückenberger, Ulrich (Hrsg.): Bessere Zeiten für die Stadt. Chancen kommunaler Zeitpolitik, Opladen 2001.

[11] Vgl. Kudera, Werner/Voß, Gerd-Günter: Alltägliche Lebensführung: Bilanz und Ausblick, in: dies. (Hrsg.): Lebensführung und Gesellschaft. Beiträge zu Konzept und Empirie alltäglicher Lebensführung, Opladen 2000

[12] Virilio,Paul: Der große Beschleuniger, Wien 2012.

[13] Vgl. Rosa, Hartmut: Ohne Bremse an die Wand, in: DIE ZEIT, Nr. 27, 25.06.2009.

[14] Vgl. Hager, Frithjof/Schenkel, Werner (Hrsg.): Schrumpfungen. Chancen für ein anderes Wachstum. Ein Diskurs der Natur- und Sozialwissenschaften, Berlin und Heidelberg 2000.

Dranbleiben!

Wir sagen bescheid, wenn das neue Heft kommt.

Garantiert keine nervigen Mails oder Datenweitergabe.