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BLOG ZUM MAGAZIN FÜRS GUTE LEBEN

März 2017
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Arbeiten ohne Leben oder doch lieber Leben ohne Arbeit?

Wie das denn gehe, ohne Arbeit zu leben? Das fragen sich erstaunlicherweise sehr wenige Menschen. Dabei haben uns unsere vermeintlich fleißigen Vorfahren mehr als nur Gehorsamkeit, Disziplin und Pünktlichkeit mit auf den Weg gegeben.

„Kein Mensch muß müssen! Man ist niemandem in der Welt etwas schuldig, als sich selber.“
Gotthold Ephraim Lessing (1729-81)

Viele bedeutsame Denker und Wissenschaftler sind durch Ruhe und ein ausgeglichenes Leben zu großen Leistungen gekommen. Hart arbeitende Menschen findet man dagegen eher im Bergwerk oder im Büro.

Doch die Idee, dass harte Arbeit gut ist, hält sich hartnäckig. Nicht nur das Märchen „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ verknüpft tugendhaftes Ackern mit dem Traum vom Leben in Reichtum. Auch und gerade unser deutscher Geist würdigt vor allem den grenzenlosen Fleiß und die Verantwortung gegenüber dem Rest der Gesellschaft. Wir zeigen daher Respekt vor harter Arbeit und nutzen diese sogar zur Profilierung in unserem Umfeld.

„Habe gestern wieder bis um 11 im Büro geschuftet!“
Fiktiver Büro-Arbeiter

 

Manche produzieren Waffen, andere ruinieren unsere Umwelt.

Doch ist diese Arbeit wirklich gut? Nicht nur das Zeitphänomen „Burnout“ spricht dagegen. Wer verbessert durch seine Arbeit das Leben in der Gesellschaft denn wirklich? Viele produzieren nutzlose Ware, verkaufen ungesunde Nahrung oder schaffen geschmacklose Unterhaltung. Manche produzieren Waffen, andere ruinieren unsere Umwelt. Sie alle mögen hart arbeiten. Und sie bekommen Respekt. Doch ich habe sie nie um diese Leistung gebeten. Es gibt viel Arbeit, die besser nicht gemacht werden würde.

 

Die Utopie der Arbeit

Selbst die Kommunistische Bewegung, träumend von einer Gesellschaft ohne Geld, tatsächlich aber lebend in einer Gesellschaft voller Zwang und Kontrolle, stellt sich nicht gegen die Arbeitsdoktrin. Während die kapitalistische Gesellschaft in der Arbeit vor allem eine Funktion zur Wohlstandsschaffung sieht, wird Arbeit in der linken Welt als banales Recht angesehen. So stellen sich selbst heute noch linke Politiker vor die Massen und versprechen Vollbeschäftigung.

Doch was ist mit unserem Leben seit der unsäglichen Industrialisierung geschehen? Jenes Zeitalter, welches uns von Arbeit entfremdet, das Kapital in Form von Maschinen leichter sammel- und kontrollierbar machte und die systematische Zerstörung der Umwelt eingeleitet hat? Die Automatisierung der Arbeit schreitet auch heute noch weiter voran. Sie brachte uns neben allen Unsäglichkeiten immerhin auch einen gewissen Komfort, ersparte uns viele Handgriffe. Und hätte uns eigentlich mehr Zeit zum Leben schenken sollen.

Doch der Plan von Ingenieuren und Konsumenten ging bis heute nicht auf. Statt mehr Zeit zum Leben begann der Kampf gegen die Effizienz der Maschinen. Nachtschichten raubten vielen den Schlaf und die Durchdringung mit blitzschneller Kommunikation gibt den anderen den Rest. Und das, während bezahlte Erholungsangebote sich als Triebfeder der Selbstausbeutung entpuppen.

Wir leben heute in einer Welt mit riesiger Arbeitslosigkeit. In unserer hochentwickelten Gesellschaft der Eurozone haben im Durchschnitt 10% der Menschen keine Arbeit – so die „offiziellen Zahlen“. Sie sind die Abgehängten. Sie sind abgehängt von „billigeren“ Arbeitskräften in anderen Teilen der Welt oder durch hochmotivierte, gestresste Mitmenschen, die vor Arbeit gar nicht mehr zum Leben kommen.

 

Nicht arbeiten heißt nicht, passiv zu sein

Um aus diesem Kreislauf auszubrechen, müssen wir lernen, nicht mehr zu arbeiten. Wir können warten auf den Kommunismus, das bedingungslose Grundeinkommen oder Roboter. Wahrscheinlich ist, dass uns nichts davon helfen wird.

Weniger Konsum bedeutet mehr Verantwortung für sich selbst.

Dabei gibt es in unserer Gesellschaft, die freier ist, als manche glauben, bereits zahllose Möglichkeiten. Alles hängt von uns selbst ab. Je weniger wir konsumieren, desto weniger brauchen wir etwas in zweierlei Hinsicht: weniger Konsum heißt weniger Bedarf an Geld. Und: Weniger Konsum bedeutet mehr Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Wir schulden niemandem etwas, wenn wir nichts von jemandem brauchen.

Wenn wir selbst unser Brot backen, muss der Bäcker nicht mehr um 5 Uhr morgens zur Arbeit. Und wenn wir ein gutes Buch lesen, müssen die Menschen in Hollywood keine trashigen Filme mehr produzieren. Wenn wir laufen oder Fahrradfahren können wir unsere Zeit wirklich genießen. Und es gäbe keinen Grund mehr für zahllose militärische Konflikte, den Raubbau an der Natur und fürchterliche Arbeit in weniger entwickelten Gegenden der Erde, um uns Kisten aus Stahl, Kupfer und Alu zu bauen und Treibstoff dafür aufzutreiben. Alles stark vereinfacht – aber wir müssen schon alle einzeln unseren Teil dazu beitragen.

Viele profitieren von der Hilfsbereitschaft anderer Menschen. Denjenigen, die unsere Alten pflegen, sich um die Kinder kümmern oder Dinge produzieren, die wir tatsächlich brauchen. Doch warum tun sie das? Bestimmt nicht, weil sie sich selbst bereichern wollen, weil sie nicht mehr aufhören können, zu arbeiten. Sie strafen die PR-Abteilungen vieler Konzerne lügen, die von einem „Engagement für die Gesellschaft“ sprechen, sich stattdessen vor allem um ihren shareholder-value kümmern. Es gibt viele Menschen die arbeiten müssen, nur um den Schaden durch dieses sogenannte Engagement wieder auszubügeln.

Arbeit muss auch nicht gleich Arbeit sein. Wenn wir Spaß und Erfüllung in etwas finden und darüber hinaus ein ausgeglichenes Leben führen können – was ist dann eigentlich schlecht an dieser Arbeit? Rein Garnichts, denn streng genommen ist es dann eben keine mehr.

 

 

mag1_schraeg
Mehr Beiträge zum Thema Arbeit findest Du in der ersten transform Ausgabe: Werden Roboter uns alle arbeitslos machen?, Tipps zum Blaumachen, Krankschreibung zum Ausschneiden und Ideen für ein entspanntes Leben inklusive. Das Heft kannst Du Dir am Bahnhofskiosk kaufen oder direkt bei uns online bestellen!

Kommentare

58
  • Markus Faroß

    Markus Faroß Markus Faroß

    Antworten Autor

    Warum nicht, wenn man sein Leben damit finanzieren kann!

    geschrieben am

    • jasmin schmidt

      darf man denn dann auch vom jobcenter leben, denn genau das tue ich ich tue nicht arbeiten, aber nicht weil ich faul bin, sondern weil ich lieber daws hier und jetzt genieße und für jeden tag dankbar bin den ich mir gestalten kann, als täglich darauf zu warten bis ich in rente gehe um mir dann ein schönes leben zu machen, aber wer weis.
      Vielleicht bin ich ja mit 60 schwer krank oder sogar schon gestorben, dann habe ich gearbeitet aber nicht gelebt.
      Das ist mittleweile sehr traurig.
      ohne arbeit hat man kein geld also kann man sich auch seinen lebensunterhalt nicht selbst verdienen, doch der jobcenter ermöglicht dieses leben einem.
      Nur leider stehe ich ziemlich alleine dar mit meiner theorie obwohl ich hinter meiner theorie vollkommen stehe, denke ich oft noch daran was andere denn von mir halten könnten, obwohl es ja gar nicht um andere geht sondern um mich allein.
      jeder kann selbst entscheiden was er aus seinem leben machen möchte!

      geschrieben am

      • Jennifer

        Jennifer Jennifer

        Autor

        Du solltest dich mal fragen, ob es richtig ist, dass ein Familienvater 1000€ Steuern zahlt und damit dein Leben finanziert, 12 Stunden , teilweise 7 Tage die Woche aus dem Haus ist, weil du jeden Tag deines Lebens genießen willst.
        Jeden Euro den du ausgibst, hat ein anderer hart erarbeitet.
        Mein Mann musste, als wir noch nicht verheiratet waren beinahe die Hälfte seines Gehaltes abdrücken.
        Er sieht seine Kinder nicht, mich nicht, hat keine Zeit für Hobbys und das Geld reicht trotzdem nicht, weil er dich mit bezahlt.
        Hinzu kommt, dass ich dann natürlich auch gezwungen bin arbeiten zu gehen, ich meine Kinder mit wenigen Monaten schon in den Kindergarten stecken muss, ich die schönste Zeit ihres Lebens verpasse und sie von fremden Personen groß gezogen werden nach einem völlig veraltetem Erziehungssystem dass nur auf Zwang und Konkurrenzdenken aufbaut!
        Und warum? Weil du jeden Tag genießen möchtest.
        Dass du jeden Tag genießen kannst, ist also nur so, weil 4 andere Menschen, mein Mann, meine zwei Kinder und ich, ihr Leben dafür opfern!
        Da solltest du dir jetzt mal die Frage stellen, ob man das darf!!!

        geschrieben am

      • ronja

        ronja ronja

        Autor

        Du lebst damit zwar irgendwie auf Kosten derjenigen, die arbeiten. Aber darum gebeten, beschissene Jobs zu machen, hast du sie auch nicht :D Geh deinen Weg. Bis du eben abbiegen willst.

        geschrieben am

      • Margit

        Margit Margit

        Autor

        das ist nicht ok

        geschrieben am

      • Karolin

        Karolin Karolin

        Autor

        Jasmin klar darfst Du das. Und ne es ist nicht wie Jennifer das schreibt..Du finanzierst Dich auch durch das Geld was Du ausgibst, denn jeglicher Konsum ist ja mit Steuern belegt.
        ich finde es gibt einen Unterschied zwischen Arbeit und Erwerbsarbeit.
        Und ich finde es einfach Unsinn das immer wieder der arme Malocher rangezogen wird um andere Menschen die so nicht leben wollen zu gängeln.
        Wozu sind wir auf der Welt? Ich glaube nicht das Arbeit der Sinn des lebens ist und schon gar nicht wenn es immer nur um Härte und mehr und schwer geht.
        Das hat auch mit Selbstverantwortung zu tun. Also welches leben will ich leben? Und in welcher Gesellschaft? Wenn ich für nen Scheißlohn arbeiten gehe unterstütze ich genau das. Wenn ich mich abrackere für einen Arbeitgeber, der vielleicht auch noch null wertschätzend mit den Resourcen umgeht unterstütze ich das mit dem was ich zu bieten habe, meiner Zeit und meiner Energie…
        Leben will gelebt werden und wenn das die Maxime wäre würde unsere Welt erheblich besser aussehen als jetzt wo sich alles um Kohle und Härte dreht… für was? Dafür das es Mensch und Umwelt zerstört…

        geschrieben am

      • Mark

        Mark Mark

        Autor

        Ich finde das vollkommen okay, Jasmin, du hast alles Recht der Welt dazu!

        Was Jennifer jetzt das jetzt von sich gibt finde ich schon teilweise unterste Schublade. Das was sie und ihre Familie zu deinem EXISTENZMINIMUM(!!!) dazu steuern ist NICHTS im Vergleich zu dem was sie für die Leute erwirtschaften müssen, die alleine von ihren Zinsen jährlich 140 Häuser bauen könnten.

        Darüber wird sich natürlich nicht empört, wahrscheinlich ist man sogar noch stolz darauf. Dann doch lieber auf diejenigen draufhauen die wirtschaftlich schwächer sind. Ich könnte schon wieder wütend werden, bei so einem Verhalten :(

        geschrieben am

      • Michael

        Michael Michael

        Autor

        Solange keine Knappheit auftritt.

        @Jennifer Es läuft so nicht. Vergessen sie die Arbeitswerttheorie. Sie bekommen das Geld nicht für die Arbeit. In unserem Einkommensmodell arbeiten nur Maschinen.

        Das gute alte Geld ‚Münzen am Marktplatz‘ sind dazu da entlang der Preisbildung die optimale Gütermenge die über den Ladentisch gehen soll zu bestimmen. Das mehr oder weniger der klassische Werkvertrag mit manueller Arbeit – nachfragegetrieben.

        In den 80ern kamen Unternehmen drauf, dass die Mengenermittlung über Preise defakto nicht mehr funktioniert. Dann wurde umgestellt auf anbieterseitige Güterbereitstellung (Industrie war schon immer anbieterseitig – Verstaatlichte Industrie). In jeder Marktwirtschaft aber speziell in der Industrie wird ihnen vom Güterbereitsteller/Hersteller das Geld für den Tausch (Einkauf) in die Hand gedrückt für das Verweilen neben der Maschine die das Gut bereitstellt. Damit verweilt mehr oder weniger jeder gedanklich neben der Maschine irgendwo im Wirtschaftsraum.

        Damit kann aber jeder der genug Kredit bekommt in dem Umfang Güter entnehmen. Der Umfang wird begrenzt wird über das Einkommen. Wie geht das?

        Sie gehen freiwillig in einen Betrieb und stellen ein Mehr an Gut bereit, ob sie das glauben oder nicht. Das hat mal aus Sicht des Einkommens nichts mir Arbeit zu tun. Arbeit und nur jene wird bewertet ist definiert als die gelungene Anwendung von Talent auf ein gegebenes Material im Rahmen der erworbenen Fähigkeiten. Das ist immer die Maschine. Egal. Aber an dem Platz an dem sie arbeiten holen sie sich entlang der Hackordnung vor der Registrierkassa (Reihenfolge in der sie zur Kassa gehen) die Münzen zum Tausch die ihnen eigentlich der Güterbereitsteller übergibt. Diese Kassa ist aber an sich die ‚falsche‘. Ihr Einkommen wirkt wie eine Rationierungskarte.

        Dadurch entsteht die Einkommensverteilung, eine Art Normalverteilung resp. Glockenkurve und jene Plätze die keinen ordentlichen Lebensunterhalt ermöglichen werden als Arbeitslos interpretiert oder Halbtagsjob usw… und am oberen Ende bei uns mit 90 bis 120 EUR die Stunde eher SAP Berater. Wenn der ‚Handwerker‘ sehr effektive Werkzeuge hat. Der Nachteil auf Dauer ist, dass man mit der Produktivität der Maschinen im Mittel muss mithalten – in der IT nennt man das Technologiewechsel.

        Ihre Einkommen ist ein Konsumkredit bei dem per Konvention für ihre Anwesenheit im Betrieb eine Gutschrift aufs Konto wird gedruckt, die im Rahmen des Unternehmens wird abgerechnet und die 1000 EUR Abgaben werden auf das Netto draufgeschlagen. Die Abgabenhöhe sagt nicht, dass der oben benannte Familienvater 1000 EUR zahlt sondern (Arbeitskosten kann man sich nicht mit heim nehmen) das auf Basis dieses Einkommens für andere für ein Bewertungsumfang im Güterpool wurde potentiell bereitgestellt. Verbrauch jener ohne Registrierkassa.

        Das Einkommen an sich ist deswegen mit der Produktivität gekoppelt, da möglichst exakt soll so wenig Geld wie möglich aufgewandt werden. Damit nicht doppelt soviel Geld da ist und sich bei konstanter Gütermenge (Produktionsmenge) nicht der Preis verdoppelt (so die Theorie :)). Das Geld das sie ausgeben käme ohne Gewinn oder Zinsen (Finanzierungskosten) als der ‚Zins‘ immer wieder jeden Monatsersten zu ihnen zurück.

        Die ‚Münzen‘ werden aus dem Finanzierungsrahmen genommen und nicht aus dem Umsatz oder Jahreseinkommen. Thema Kapitalumschlagshäufigkeit, Lagerumschlagshäufigkeit usw… Wenn sie 2% Gewinn im Monat machen und 12mal umschlagen dann machen sie bezogen auf das eingesetzte Kapital 24% (Gewinn) und sobald der aus dem Wirtschaftsumfeld rausgeht (Ausschüttung) fehlt dieser ihnen und sie müssen ihren Kredit der ihr Einkommen realisiert ausweiten. Die Amis haben im Mittel genau das Netto Konsumschulden. Staatsschulden sind am Ende nichts anders als kollektivierte Konsumschulden für Einkommen (D-A-CH ursprüngl. Sozialdemokratie) zumindest waren sie dies mal. Prinzipiell kann die Schulden für die Einkommen halten wer will.

        Der selbstständig Erwerbstätige holt sich allein die Bewertung am richtigen Platz nimmt sich aber die Münzen aus seiner eigenen Registrierkassa. Der Selbstständige hat allein den Vorteil, je nach Organisation des Wirtschaftraumes, dass 40 der- resp. diejene 40 Stunden oder mehr arbeiten kann und nicht am Takt der Maschine hängt, außer am langen Ende von Lohnstückkosten ab. Ihre 40 Stunden am Arbeitsplatz und das Einkommen dafür hängt eher von den produzierten Stücken mal dem erzielbaren Preis ab und sonst nichts. Rechnerisch wird ihr Gehalt oder Lohn auf Produktionsschritt aufgeschlagen. Job ist hobby@work. Deswegen können sie allein nicht mehr weiterbringen :).

        Eine treue emsige Seele läuft in einen großen Unternehmen in die totale Überhitzung. Im Mittel verlieren sie gemessen an der Arbeit der Maschine und der Anzahl der Köpfe. Sie werden im Mittel fauler gerechnet.

        In unserem Modell schreibt ein Selbstständiger eher Rechnung, wenn er/sie eher ‚manuell anmutend‘ arbeiten (Programmierer, Berater usw.) und die Bewertung zur Entscheidungsfindung brauchen.

        Später in den 90ern kam man drauf, dass der Mensch Preise nicht bildet entlang der Mengenoptimierung sondern über Durchschnittsbildung von Zahlen die auf Güter werden projiziert (Preispickerl). Jeder der nach den 70ern noch nach der Buchhaltung entschied hat falsch entschieden. Dann begannen Unternehmen Marketing, Controlling aufzubauen ERP einzuführen und selbst aus den bewerteten Sichten auf Stücke zurückzurechnen. Damit hat sich eingebürgert den Gewinn als Maß zu sehen wie optimal die bereitgestellte Menge ist. Ganz früher hat man einfach den Preis genommen.

        Der Nachteil der im Artikel genannten Strategie ist, dass jemand anders die Produktivität abschöpft . Das Einkommen ist ein sehr effektiv wirkender Konsumkredit.

        Es gibt keinen Grund sich 8 Stunden auf einem Betriebsgelände einsperren zu lassen und von jemanden der seine Position in der Hackordnung von der falschen Registrierkassa will erhalten knechten zu lassen. Es müssen immer nur genug Mengen raus – Produktivität. Eigentlich treibt jeder 8 Stunden ein Hobby am Betriebsgelände. Ein Wichtel aus der Fachhochschule soll sich ‚putzen‘, wenn er deppert wird.

        Produktivität und Einkommen hängen nicht zusammen. Wenn die Maschine doppelt soviel produziert, dann bekommen sie nicht mehr Einkommen sondern alle anderen oder andere :). Die Einkommenshöhe wird willkürlich festgelegt (deswegen gibt es auch den Kollektivvertrag).

        geschrieben am

      • Dexter Dorfdisco

        Dexter Dorfdisco Dexter Dorfdisco

        Autor

        Lass Dich nicht abschrecken, von dem Gedisse, der Neider. Die brauchen noch ein bisserl, bis sie verstehen, dass nicht die Arbeitnehmer für Dich arbeiten. Denn jeder geht seinen Weg für sich. Und das Geld, das Du beziehst, kommt mit Sicherheit nicht von den Einnahmen anderer. Es gibt eine Religion, in der Arbeitslosengeld sogar eine Säule der 5 derer entspricht, die besagt, dass jeder, der kann, anderen helfen muss, damit dieser überleben kann.
        Wer also auf die Arbeitslosen, inklusive mir (nach 22 Jahren dumm und dämlich arbeiten), schimpft, ist nur unzufrieden mit seinem eigenen Leben. Denn niemand ist gezwungen, irgend einen Job auszuführen, nur um Geld zu verdienen. Die jenigen, die nicht laut aufschreien, sind mit dem, das sie tun, glücklich. Und, auch wenn niemand in diesem Land arbeiten gehen würde, wäre so viel Geld da, dass jeder Bürger diesen Landes ein Grundeinkommen von ca. 1000 Euro hätte.
        Ich, zu meinem Teil, werde mit Sicherheit auch niemals mehr etwas tun, wodurch andere fürs Nixtun reich werden. Sprich, jeder Chef einer Firma. Der tut nix, fährt aber dreimal im Jahr in den Urlaub, und nur, weil ich jeden Morgen aufstehe und abends, wenn er schon seine Eier auf seiner Couch schaukelt, während seine Frau, die auch schon den ganzen Tag arbeiten war, ihm sein verschissenes Essen kocht. Wenn, dann tue ich etwas soziales. Helfen, dass es anderen Menschen besser geht, aber nicht mehr mein Fachwissen, von insgesamt 4 Berufen, nutzen, dass ich gerade so meine Miete zahlen kann und davon leben kann – aber dafür mehr als 14 bis 16 Stunden außer Haus bin. Ein Hoch auf die Menschen, die verstanden haben, weswegen sie auf der Welt sind und nicht auf diejenigen, die auch gut und gerne ohne Gehirn hätten geboren werden können und all das tun, was man ihnen vorschreibt und all das glauben, was man ihnen erzählt. Der Mensch hat nunmal ein sehr umfangreiches Gedächtnis, doch leider nutzt es fast niemand.

        geschrieben am

      • Ingo

        Ingo Ingo

        Autor

        Willkommen im Club.
        Lass sie alle schuften bis sie umfallen oder endlich aufwachen.

        geschrieben am

      • Hannes

        Hannes Hannes

        Autor

        An Jennifer:
        Wenn du einen niedrigeren Standard benötigen würdest, deine Windeln umweltbewusst auswählen würdest (Stoffwindel, die man waschen kann), dein Gemüse im Garten anbaust und deine Ansprüche für dich und deine Kinder auf ein nachhaltiges Maß herunterschrauben würdest, dann hättest du das alles, ohne Arbeiten gehen zu müssen. Weil die 1000 Euro, die dein Mann an Steuern zahlt, die gehen nicht zu 100% in die Rente oder an die Arbeitslosen. Da werden Beamte davon bezahlt, die deinen Dreck (Windeln z.B.) wegräumen, Politiker, die deine Interessen nicht vertreten und Straßen oder Gemeindebauten von der Stadt oder Ortschaft errichtet, die vermietet werden und von dessen Gewinnen du keinen Euro siehst. Außerdem, VW , BMW und Mercedes verdienen Milliarden an Euros pro Jahr. Machen Gewinne ohne Ende. Am Ende bezahlen sie aber nur Steuern im 3stelligen Bereich. Genauso wie Google, Apple, Amazon, Facebook, Microsoft usw. Die wenn die ihre Milliarden an Gewinnen ehrlich versteuern würden, könntest auch du gut leben, die Lebenskosten würden sich mehr als nur in Grenzen halten, weil diese Großkonzerne in Menschen und somit in Leben investieren würden. Aber nein, die wollen einerseits keine Gehälter an ihre Mitarbeiter zahlen, andererseits keine oder so wenig wie möglich Steuern. Aber der Buhmann bzw. Buhfrau ist der oder die, die mit 1000Euro im monat auskommen und sich nicht 1 Urlaub und ein IPhone wie du, Jennifer leisten möchten.
        Da läuft was gewaltig falsch. Und diejenigen, die dem KOnsum entsagen und mit wenig auskommen sind nicht die Bösen. Die Bösen sind die Konzerne, die sich selbst an der Umwelt und am Menschen bereichern. Und natürlich wollen die, dass wir auf die hinhacken, die diese Konsumlust nicht haben und mit 1000euro im Monat quasi aussteigen. Und wenn du jemand bist, der auf solche Leute schimpft, dann hast du erfolgreich von dieser destruktiven Welt, mit ihren gewinngierirgen und geizigen Konzeren, eine gründliche Gehirnwäsche bekommen. Gratuliere! Zu deinem iPhone, deinen Ansprüchen, die dazu führen, Menschen mit NORMALEN Grundbedürfnissen, hinzuhacken. Dann bist du ein Imperialist. Ein Kapitalist!

        geschrieben am

      • Mike

        Mike Mike

        Autor

        Mike

        ich bin 47 seit 5 Monaten Arbeitslos stehe in Scheidung habe einen Kredit abzuzahlen. Bewerbungen schreib ich aber mal ehrlich, wer stellt einen 47 Jährigen ein wenn er 25-30 Jährige haben kann. Kleines beispiel , ich habe mich in meiner Verzweiflung sogar beim Bund beworben, Prüfung lief gut am ende sagte man mir ich sei aufgrund meines Alters(47) nicht geeignet , auf die frage warum ich denn überhaupt eingeladen wurde kam nur, falls nicht genug junge Männer gefunden werden würde man auf die ältere Generation zurückgreifen . da dachte ich mir schon „ich bin nun alt“ genauso verhält es sich beim Jobcenter hier wurde mir gesagt das ich mich bei Zeitarbeitsfirmen Bewerben soll da es sonst schwierig würde einen Arbeitsplatz zu finden. Wozu soll ich mir nun Stress machen, Immer nur Geld Geld Geld nicht mit mir .
        Wer arbeiten geht , füttert die Maschine die einem Wohlstand vorgaukelt ,

        Aber was tun.
        Ich werde dieser Maschine einfach nichts mehr geben sondern nehmen, ich würde 1600€ ALII bekommen . wozu und das mal ehrlich soll ich mir Gedanken machen. Wenn ich mich richtig belesen habe kann ich sogar noch etwas mehr raus bekommen.
        Steht aber alles im SGBIII ist quasi eine Anleitung zum nixtun .

        Wer jetzt meint klugscheißen zu müssen dem sei gesagt …….ES IST MIR EGAL…..

        Tschö

        geschrieben am

    • ANgela

      ANgela ANgela

      Antworten Autor

      Das klingt ja alles verlockend, aber ganz ehrlich: Jeder der keine Lust hat zu Arbeiten soll es lassen, aber wenn ein Sozialsystem die Menschen schützen soll und ein Arbeitsloser vom Staat Geld erhält dann erwarte ich auch, dass er der Gesellschaft was zurückgibt. Es klingt für mich so ziemlich nach „Hauptsache mir gehts gut“. Solange jemand sich selbst finanziert ohne irgendwelche Arbeitslosenzuschüsse: okay. Aber alle anderen sind für mich ganz eifach Leute die das Sozialsystem ausnutzen.

      geschrieben am

      • Carsten

        Carsten Carsten

        Autor

        Grundsätzlich sollte das Minimum zum Überleben, gar keine Diskussion nach sich ziehen.

        Jedes Lebewesen auf dem Planten hat das ganz normale Daseinsrecht zum Leben.

        Dafür muss man nichts tun, es ist bei allen Wesenheiten integriert.
        Wir Menschen werden in ein System geboren. Wir haben also in gewisser Weise die Kontrolle darüber entzogen bekommen.
        Wenn ich also in einem System leben muss und das müssen wir, dann muss mich das System auch grundsätzlich mit dem normalen Dingen versorgen, bevor es Ansprüche stellt, die nur dann gegeben sind, wenn ich mehr will als das Grundsätzliche.

        Was bedeutet das hier in unseren Breitengraden?
        Essen(Obst/Gemüse frisch und reif hauptsächlich), Trinken(Wasser), Wasser zum Waschen und zur Pflege. Wohnung, Heizung, Strom, Bett, Sachen zum Anziehen, Erlaubnis und Möglichkeit zur Bildung und zur Information(Biblio oder PC mit Internetanschluss als Neuzeitinformationssystem/Bildungsmöglichkeit/Wissensdatenbank). Reisen mit öffentl. Verkehrsmitteln bis zu einem Maximum pro Tag an KM für Einkäufe oder Teilnahme am Leben in einer Gesellschaft, Tätigkeitskreis vergrößern um anderen Menschen helfen zu können sprich zu Arbeiten auch ohne Geld als Gegenleistung.

        Wenn ich etwas vergessen habe, man sehe es mir nach, es ist klar was ich meine.

        Wer nun also mehr möchte, muss dafür etwas beitragen. Wieviel das ist liegt dann auch daran wieviel ich will. Will ich nur ein paar Abos bezahlen können und noch mir eine Beschäftigung finzanzieren, reichen 2h Arbeit für Geld aus. Will ich dazu ein Auto, ein Piano, Pool usw. wird es sich steigern.

        Man muss eben einen Kreislauf dann auch erzeugen, um diese Luxusgüter zu erschaffen.

        Natürlich ist es auch klar, das Strom und Heizung und das Haus und die Sachen erschaffen werden müssen.
        Dazu haben wir Maschinen und Technik die ja die Menschen von der Arbeit befreien, aktuell jedoch diese genutzt werden, den Menschen weiter zu unterdrücken.

        Zudem jeder Mensch auch verstehen wird, dass er nacher einen Tag im Monat etwas tun wird müssen, um ein System was ihm dient und Freiheit verschafft, am Leben zu erhalten.

        Wenn vorher in einem Betrieb 2000 Leute gearbeitet haben, nun eine Maschine die Leute von der Arbeit „fast“ befreit und nur noch 100 Leute da sein müssen, um diese Maschine zu warten, zu reparieren, zu steuern und zu überwachen, dann müssen also bei 2000 Leuten alle 20 Tage wieder die selben rann und damit erzeugen sie dann 19 Tage für sich Freiheit.
        Die Arbeit wird noch immer gemacht, effizienter als vorher bei weniger Zeit.
        Es ist also ein Gewinn und das System läuft.

        So sind kluge Systeme aufgebaut. Man verhindert es aktuell nur, damit die Reichen die das System schützen, auch weiterhin an einer Machtposition bleiben und die Industrie versklavt weiterhin anstatt endlich zu dienen..
        Die Menschen dahinter sind es natürlich die dies erzeugen. Man setzt die Technik gegen die Masse ein, heimlich und schleichend zur immer Kontrolle, um dieses System zu schützen, statt es endlich zu bergaben und alle damit zu befreien.

        Wie man sieht, ist es ein absolutes Recht erstmal leben zu dürfen, ohne eine Gegenleistung.
        Nur Luxus muss erarbeitet werden.
        Kein Tier arbeitet in der freien Wildbahn. Genau genommen chillen die den ganzen Tag oder folgen einem normalen Lebenszyklus, er rein gar nichts mit dem aktuellen Zwangsarbeitssystem gemeinsam hat.

        Wir alle sind aktuell in einer Nötigung gefangen. Einer Zwangsarbeit die uns auferlegt wird und auf die man mind. 16-25 Jahre vorbereitet wird, um sie zu akzeptieren und gleichzeitig noch Autoritäten zu gehorchen und man nur dann was taugt wenn man gegen die Natur handelt und fleissig ist. Denn die Natur neigt immer zu Faulheit und hat dieses als Ziel.

        Man spürt dieses Zwang nur zu oft.
        Sonntags am Abend zum Beispiel. Oder nach einem Urlaub, wenn man gar nicht will, aber eben muss, Zwangsarbeit eben…ohne Möglichkeit es abzulehnen und ein anderes System anzustreben.
        Das System schützt sich und das durch diese Leute die davon profitieren. Diese sind aber in der absoluten Minderheit, eigentlich so gering, dass sie gar nicht erwähnenswert sind..

        Erstaunlich das die Menschen dies nicht nur einfach hinnehmen, sondern sogar verteidigen in dem sie Zwangsarbeit bejaen und Menschen vorhalten nichts zu taugen, wenn diese das ablehnen.
        Es wurde eben eingeimpft immer wieder.. Eine Indoktrination von Geburt an, oder anders ausgedrückt Gehirnwäsche zum Sklaven der glaubt frei zu sein…

        Viele Grüße

        geschrieben am

  • Thomas Bunke

    Sein statt Funktionieren. Finde ich gut! Ist eine Bewußtseinsfrage. Den Fluß des Lebens und das Gefühl im Hier und jetzt kann ich nicht spüren wenn ich immer nur funktionieren muss. Sich emotional ganz auf sich selber zu zentrieren und Muse zuzulassen geht nicht wenn man nur im Sinne der Technik roboterhaft (re)agieren soll. Natur!!! Der Mensch ist Natur. Ein winziger Teil von der Allnatur. Seine Sinne ermöglichen das Erfassen und Spüren des ihn umgebenden Kosmoses.

    Wir können das menschliche Herz nicht von der uns umgebenden Umwelt trennen und sagen, wenn ein Teil sich verändert, verbessert sich alles. Der Mensch ist organischer Bestandteil der Welt. Sein inneres Leben prägt die Umwelt und wird selbst stark davon beeinflusst. Das eine wirkt auf das andere und jede anhaltende Veränderung im Leben des Menschen ist das Ergebnis gegenseitiger Reaktionen.
    Darum wird unsere vielgepriesene Zivilisation, wenn man ihr gestattet, die Grenzen der Mäßigung zu überschreiten, den Menschen immer mehr von seiner ersten Natur entfernen und immer mehr durch eine Surrogatexistens ersetzen.

    geschrieben am

    • Karolin

      Karolin Karolin

      Antworten Autor

      Voll schön geschrieben, sehe ich auch so

      geschrieben am

  • Konrad

    Ein toller Beitrag, und eine coole Seite, die Lust auf Mehr macht!
    Ich habe auf meiner Seite grade auch etwas zu einem verwandten Thema geschrieben:
    http://www.weltenbastler.com/2015/09/19/wirtschaft-macht-zukunft/

    Ich würde wirklich gerne ohne Arbeit leben. Leben!
    Man leben macht so viel Spaß.

    Ob wir es transformieren oder basteln nennen: lasst uns die Welt so gestalten, wie wir in ihr leben wollen. Zum leben, nicht zum überleben!

    geschrieben am

    • Arutha

      Arutha Arutha

      Antworten Autor

      Dann bringe den Mut auf ohne Arbeit zu LEBEN :) Keine Kritik an Dich lieber Konrad, aber mir fällt auf, dass die wenigsten die Eier in der Hose haben es wirklich zu tun. Deshalb wollte ich dies mal hier platzieren.

      geschrieben am

      • Konrad

        Konrad Konrad

        Autor

        Du hast doch vollkommen recht. Und auch ich habe – noch immer nicht – die Eier in der Hose dazu.
        Deswegen habe ich ja das Blog gemacht. Im Moment schläft es ziemlich, aber weil ich neben dem Job noch an anderen Dingen „arbeite“, Dinge die mich interessieren, die ich gerne mache.

        Meinen Bürojob werde ich asap drangeben. Ich will aber auch nicht auf der Straße leben, und da ist der Knackpunkt in unserem perfiden System. Aber auch daran kann man „arbeiten“.

        geschrieben am

  • Thomas

    Thomas Thomas

    Antworten Autor

    Oja, der Artikel hier spricht mir ebenfalls aus der Seele. Wie oft sitze ich in Bewerbungsgesprächen, muss kaschieren, dass ich die Stelle eigentlich nur gesucht habe, damit ich Kohle zum ÜBERLEBEN brauche und nicht, um mit der Firma verheiratet zu sein. Für mich ist Arbeit nur ein knallhartes Tauschgeschäft – Tausche Lebenszeit, die ich für mich nutzen könnte, gegen Geld. Damit investiere ich meine kostbare Zeit für die Interessen Anderer. Und diese Interessen der anderen sind meist sehr materialistisch und fast immer – überflüssig. Aber diejenigen, die halt viel konsumieren, geben auch deshalb viel aus und müssen deshalb pro Stunde mehr verdienen. Nur das „mehr“ kann im Angestelltenverhältnis niemand erreichen. Erst wenn man Zeitinvestition gegen Massenproduktion tauscht, in der in kürzerer Zeit mehr als die eigene Arbeitskraft zulässt, produziert wird, verdient man schneller als Derjenige, dem nichts anderes übrigbleibt, als seine eigene Arbeitskraft zu verkaufen. Und das ist schade. Diese Seite hier versucht den umgekehrten Ansatz zu gehen – Konsumverzicht bzw. Konsumreduzierung. Selbst wenn ich viel Geld hätte, würde ich nicht viel konsumieren. Trotzdem muss ich meine Zeit für diejenigen investieren, die auf meine Kosten nicht so denken, wie ich. Würden die Topverdiener und vor allem Geschäftsführer oder Erben ein paar Prozent mehr zur Steuer beisteuern + weniger Verwaltungsapparate und schwachsinnige Jobs existieren, würde die Steuerlast sinken und bei gleich bleibender Effizienz von Automatisierung die Arbeitszeit und somit die Lebensqualität deutlich gesteigert werden können. Wie so oft liegt die Kraft, aus der bahnbrechende Ideen und Entwicklungen entstanden sind, in der Muße. Hätten in der Vergangenheit Leute keine Zeit gehabt, innezuhalten, hätten sie keine Zeit, Dinge zu hinterfragen oder ins Detail gehen zu können. Damit würde es auch keine Entwicklung geben. Und bei Entwicklung ist die Fortschrittsgeschwindigkeit bedingt durch internationale Konkurrenz so groß geworden, dass man es sich nicht leisten kann, die Entwicklung langsamer foranschreiten zu lassen, was immer noch rasant wäre. Das erzeugt insgesamt Stress mit dem Ergebnis, dass Produkte und Dienstleistungen darunter in der Qualität leiden (Softwarefehler, schlechte Filme, Musik, Anleitungen, Übersetzungen, Businesspläne, Metallprodukte, technische Produkte etc., ja… auch schlechte Werbung ;) …). Interessanterweise beschäftigt sich jeder Mensch nach ein gewissen Zeit ohne Arbeit, d.h. ohne den Zwang etwas tun zu müssen, automatisch mit etwas Produktivem. Sei es, einfach ein Buch zu schreiben, sich Notizen zu machen, wenn man sein Mofa oder Auto repariert (daraus entsteht dann eine viel bessere Anleitung, als wie jemand, der sich damit nicht befasst hat und kein Interesse dafür gezeigt hat und vor allem – der es in Wirklichkeit gar nicht verstanden hat…), im Garten Nutzpflanzen anzubauen und sich über frische Tomaten oder Kartoffeln als Ergebnis davon zu freuen, sich ehrenamtlich zu engagieren, die älteren Verwandten zu pflegen oder sich um den Nachbarshund zu kümmern. Alles sehr viel nützlichere Dinge, als wie z.B. irgendwas den ganzen Tag an Daten am PC im Büro rumzuschieben oder irgendein Interface für ein Programm zu schreiben, was man eigentlich gar nicht bräuchte, würde man weniger konsumieren und vor allem nachhaltig konsumieren. Bei der Arbeit geht es unglaublich viel auch darum, dass die Arbeit sinnvoll ist (sie hilft Dir oder Anderen direkt und wenn sie Dir hilft, dann hilft sie auch automatisch den Anderen, da fast jeder die gleichen Grundbedürfnisse hat (Mobilität, Gesundheit, Nahrung, Dach über dem Kopf, Kommunikation, Soziales in Gruppen, Müll beseitigen)) und das man das Ergebnis sieht, was man macht oder gemacht hat. Diese Sinnentfremdung der Arbeit für die Interessen der Kapitalvermehrung und der grenzenlosen Gier weniger Menschen, die sich bereichern wollen bringt einen immer auf die Palme. Und ausgerechnet die sinnvollsten Arbeiten sind meist die, die am schlechtesten bezahlt werden (Pflegekraft, Friseur, Bauer, Krankenschwester z.B.). Ich habe mich oftmals bei Jobs gefragt, was ich denn den ganzen Tag eigentlich im Job so effektiv produziere? Das war im Prinzip ein Nichts. Nichts, was von Dauer oder Wert war. Eigentlich nur Zeit gegen Geld getauscht. Leider verdammt viel Zeit für verdammt wenig Geld und somit die tolle Kombi – nach Arbeit wenig Zeit UND wenig Geld, damit man was in der Zeit umsetzen könnte. Ich spreche hier nicht von Unsummen, aber mit wenig Geld kommt man bereits sehr weit voran. Das sind Peanuts im Vergleich zu steuerlichen Abgaben und immensen Versicherungskosten wie auch Mietpreisen. Dinge, die fast alleine das ganze Geld wegfressen. Nicht einmal das Essen oder „Luxus“ wie Mobilität und Kommunikation mit eingerechnet. Das Nichtstun ist am Ende nicht Nichtstun. Ein Mensch kann nicht nichtstun. Jede Änderung ist Arbeit. Wenn wir etwas brauchen oder es einem guten Zweck dient, wenn etwas Sinn macht, erreicht zu werden, dann, genau dann bewegt man sich und arbeitet. Wie gesagt, diese Sinnlosigkeit vieler Jobs wie auch der extreme Konsum, der globale Wirtschaftsdruck, das grenzenlose Gewinndenken ohne Gedanken an die Umwelt oder die Umegbung zu verschwenden, die Überproduktion, die zu hohe Geschwindigkeit der Arbeitsprozesse, die Entfremdung der Arbeit vom Menschen, all das erzeugt Zwang. Man hat keine freie Zeiteinteilung mehr, die sich optimalerweise an den Menschen und seinen Biorhytmus anpassen sollte, d.h. dann, wenn man produktiv ist, arbeitet man wieder, statt wie eine Maschine komplett durchgängig zu funktionieren. Das geht auf Dauer einfach nicht. Deshalb gibt es ja so viele Krankheitstage und Fehlzeiten, die nicht sein müssten (na klar, ein Kapitalist, der von seinen Human Resources abhängig ist, der wird jetzt sagen „Effizienz ist in kürzester Zeit etwas billigst zu produzieren und am teuersten zu verkaufen – d.h. billigste Mitarbeiter (aber bitte noch Spezialisten, die in die entlegenste Pampa fahren), günstigste Gewerbeflächen, geringste Sicherheit, billigste Maschinen und Werkstoffe, geringste laufende Kosten, günstigste Löhne der Mitarbeiter bis zum Minimum, an dem ich noch gute, produktive Ware erhalte, die auf Dauer nicht so oft krank wird, sonst bringt auch günstig nichts, da günstig dann doch wieder teuer wird…“). Wer sich bewusst gegen blödsinnige Jobs und gegen Käufe meist überflüssiger Produkte und dabei besonders überteuerte Markenprodukte wehrt, der nimmt genau diesen Firmen das Geld weg und so müssen sich diese Firmen dann auf Produkte und Services spezialisieren, die den Menschen helfen würden, ob die Firma nun will oder nicht. Aber auch hier gibt es viele schwarze Schaafe – z.B. Pharmalobby. Arzneimittel, die dringend gebraucht werden, werden genau dann überteuert angeboten, weil die Firmen wissen, dass Menschen für Gesundheit ihr letztes Hemd hergeben werden. Und dabei lassen sich Arzneimittel viel, viel günstiger herstellen und das sogar bei laufenden Gewinnen, als wie sie momentan verkauft werden. Ergo – wieder einmal maximaler Profit in kürzester Zeit. Klar, dass viele Menschen unterschiedliche Auffassungen von Konsum und Leben haben – aber sobald jemand auf breitem Fuß lebt, leiden zwangsläufig viele andere darunter. Nur das ist eben nicht unmittelbar sichtbar und genau diese Konsumenten denken nicht langfristig. So etwas Unnützes wie Werbung würde es auch nicht geben, würde es nicht so viele Produkte geben, die genau das gleiche machen. Und betreffend Konsum – man braucht nur die ersten 2 Ebenen für einen mittellangen Zeitraum, dann auf lange Sicht nur die ersten 3 Ebenen (Grundbedürfnisse, Sicherheit, Soziale Bedürfnisse). Interessanterweise ist die oberste Ebene komplett Meta-Ebene, d.h. Selbstverwirklichung. Das könnte z.B. sein, ein Musikstück zu schreiben und vor einer Gruppe aufzuführen – das Feedback der Gruppe (Liebe, das was Künstler antreibt) ist dabei unbezahlbar und die paar Musikinstrumente sind einfach und billig herzustellen. Somit braucht man keinen extremen Konsum, um glücklich zu sein. Dummerweise aber wird der Lohn extra so schlecht berechnet (Zeit zu Geld Verhältnis), dass man nie die Chance haben wird, die ersten beiden Ebenen zu verlassen und Zeit für die interessanten oberen Ebenen zu haben – was die Reichen aber längst haben (Zeit für Sport & Gesundheit am Tag, Zeit im Allgemeinen, Genuss… auf Kosten der Arbeitszeit Anderer, die diese Existenzen erwirtschaftet haben). Ergo – als Otto Normal Abhängiger schneidet man den Oberen ein Schippchen, kosumiert man nicht so, wie die das oben wollen. Somit holt man sich deren Luxus ab, mit dem Ergebnis, dass man Zeit erhält und die Existenz, auch wenn sie noch so klein ist, trotzdem gesichert ist. Was auch noch ein großes Problem auf der ganzen Welt ist, sind die Billionen an Vermögen, die gehortet werden. Durch die panische Angst, Vermögen und damit Sicherheit zu verlieren, ist dieses Geld nicht im Umlauf und es muss von den unteren Massenprozenten der nicht vermögenden Leute erarbeitet werden, was die Last auf diese Bevölkerung weiter erhöht, da sie finanziell pro Kopf in hohem Pozentteil belangt werden, damit Geld da ist, um teils überflüssige Staatsapparate mit unnötigen Projekten zu finanzieren. Und immer wenn es heißt, Reichensteuer muss her, versickern diese Gesetze schnell im Boden. Hauptsache der Pöbel darf sich nicht in die Unabhängigkeit herausarbeiten (schafft er eh nicht, da der Lohn exakt so berechnet ist, damit man das ganze Leben durcharbeitet), damit er zuverlässig die Oberen am Leben erhält. Wie gesagt, Arbeit an sich ist nicht schlecht und ist sinnvoll und wird auch vom Menschen immer verrichtet werden. Aber die Arbeit darf nicht entfremdet werden und die Work-Life Balance muss stimmen (d.h. nicht belastend wären auf Dauer 4-6h max. am Tag statt 8,5-12h am Tag) und dazu mal die Möglichkeit, vorzuarbeiten, damit man mal ein paar Tage mehr freinehmen kann, als wie die gesetzlich vorgeschrieben paar Urlaubstage im Jahr. Damit würden schon sehr viele Probleme des Arbeitslebens gelöst werden können und die Vereinbarkeit von Familie/Leben und Arbeit wäre viel einfacher möglich. Dazu noch ein besserer Stundenlohn, damit man eben nicht so viele Stunden arbeiten muss, um über die Runden zu kommen und auch die Chance zu haben, abgesichert im Alter existieren zu können (das ist schon pervers, dass fast alle Arbeiten so schlecht bezahlt werden, dass der Wirtschaft der Job nichts wert ist und auch dass selbst bei Vollzeit nicht einmal die Hälfte einer brauchbaren Rente am Ende des Lebens zusammenkommt). Die Arbeitsethik ist auch so ein Problem – viele verachten Menschen, die nicht „schaffen“ wollen oder die eben Dinge hinterfragen. Diese Gedankenkonstrukte des hart arbeitenden Arbeiters, der sich seinen kleinen Wohlstand erarbeitet (der immer kleiner wird) halten sich hartnäckig in vielen Köpfen. Und das wird von vielen Firmen gnadenlos ausgenutzt. Wenn das dann aber mal nicht mehr so funktioniert, weil die Leute schlauer werden, beklagen sich gleich die Firmen und die Politik und erfinden neue Strafmaßnahmen, damit eben die Angst die Leute wieder 100% an ihre Arbeitsplätze verfrachtet (Sozialleistungen kürzen etc. immer mit dem Ziel, das Geld und somit die Existenz und damit die Grundbedürfnisse anzugreifen). Mit Angst und Geld lässt sich fast alles von oben steuern. Und das ist der falsche Weg. Menschen arbeiten wie gesagt gerne, wenn es Sinn macht oder die Rahmenbedingungen gut sind – das sind sie aber in den meisten Fällen nicht. Und deshalb bewegt sich die Meute voller Angst zu ihren nicht erfüllenden, oftmals sinnentleerten Jobs (nicht alle, aber die meisten) frühmorgens Tag ein, Tag aus. Der wo da nicht mitspielen will, der muss sich entweder stark einschränken, Netzwerke nutzen und Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die gebraucht werden oder gerne bezahlt werden, d.h. er wird selbstständig oder – zum nächsten Geschäftsführer. Und so ist es nicht verwunderlich, wieso es so viele unglückliche Menschen in Angestelltenverhältnissen gibt, wieso es so viele kleine und mittelgroße Firmen gibt, wieso es so viele unglückliche Selbstständige gibt (wenn das Geschäft gut läuft, man über die Runden kommt und der Job Spaß macht ist es ok. In den meisten Fällen wird man sich aber dem Markt beugen müssen, sich im übersättigten Markt spezialisieren müssen und rennt dem geringen Verdienst ständig hinterher… = deshalb erst freuen und glücklich, aber nicht wirklich frei, da Geldprobleme und Verwaltungsaufwand und somit Ebene 1 und 2 nicht sicher sind…). Ich denke, Methode 1, sich zu beschränken, damit man mehr Zeit und Geld auf der hohen Kante hat (Sicherheit) + einen sinnvollen Job, mit Fähigkeiten, die einem wenigstens ansatzweise liegen und Arbeitszeitreduktion sind in Kombination für den normalen Angestellten die realistischsten Ziele, die man relativ schnell erreichen kann. Wenn man dann noch paralle Einkommenströme aus anderen Quellen kombiniert, die nicht zu viel Zeit auffressen und sich in Zukunft teils selbst tragen können, dann hat man schon Schritt 2 erreicht und kommt einem erfüllten Leben sehr nahe. Erst jetzt hat man Ebene 2 verlassen und kann sich auf die wirklich wichtigen Dinge wie Familie, Gruppen, Hobbies etc. konzentrieren und hat eine optimale Work-Life Balance. Man kann es erreichen, es ist aber sehr schwer, denn das will die Wirtschaft in den meisten Fällen genau nicht. Die besten Mitarbeiter sind halt die, die abhängig sind. Durch Konsumverzicht kommt man am schnellsten aus der Abhängigkeit raus. Jede Investition ist eine Investition in die Interessen einer Firma und auch automatisch eine Investition von deiner Arbeitszeit und somit Lebenszeit. Entweder man nimmt sich aus der Gleichung des Lohns raus (Massenproduktion Services/Produkte = Geschäftsführer/Selbstständiger) und verdient in gleicher Zeit viel mehr als Angestellte und überholt sie, so dass man nach 5-10 Jahren nicht mehr arbeiten muss oder man geht den umgekehrten Weg und konsumiert so wenig wie möglich, damit man so wenig arbeiten muss, wie möglich. Interessanterweise wird man bei erstgenanntem Beispiel zum Kapitalisten und Vermögenden, da dann das Vermögen von der Masse erwirtschaftet wurde, die pro Zeit natürlich schneller produziert wie man selbst als Einzelperson. Und schon beginnt sich der Kreislauf wieder zu schließen, denn dieses Vermögen wird gehortet… :) Was ich auch immer wieder lustig finde ist, dass wenn ein Mitarbeiter eines Unternehmens Aktien seiner Firma kauft, er sich dabei hilft, seinen eigenen Arbeitsplatz wegzurationalisieren, denn dieser Mitarbeiter will natürlich Gewinne erwarten (d.h. es gab schon ständig immer Gewinne, aber jetzt soll die Firma noch effizienter werden, d.h. pro Kopf noch effizienter arbeiten, noch mehr lernen, noch mehr arbeiten, noch mehr Stress pro Arbeitnehmer) und wenn diese nicht eintreten (es geht nie unendlich aufwärts), dann werden die Aktienanteile wieder verkauft, mit dem Ergebnis, dass der Stuhl des eigenen Arbeitsplatzes angesägt wird, weil dann die Firma Mitarbeiter entässt, um Kosten zu sparen. Der Witz dabei ist auch, wenn solch eine Meldung publik gemacht wird, dass dann wieder vermehrt in Aktien investiert wird, da ja ein kurzer Sprung nach oben passieren könnte… Geld ist schon teuflisch. Es hilft, die Arbeit zu entfremden, denn die Arbeit ist dann nicht mehr unmittelbar dem Menschen zuträglich, sondern beugt sich dem Diktat der Wirtschaft. Ohne Arbeit im heutigen Sinne, würde man halt den ganzen Tag auf dem Feld arbeiten, um Essen auf dem Teller zu haben. Aber man würde genau das konsumieren, was man selbst bräuchte, ohne abstrahieren zu müssen. So gesehen ist ein Leben ohne Arbeit nicht möglich, denn alles ist ein Prozess. Ohne Arbeit im heutigen Sinn dürfte man schon leben, aber spätestens dann, wenn man beim spezialisierten Arzt ist, freut man sich über eine Krankenversicherung, statt mit dem gebrochenen Bein im Wald von Tieren angeknabbert zu werden. Sinnvolle Arbeit bei wenig Arbeitseinsatz mit guter Work-Life Balance und geringem, nachhaltigen Konsum und dabei keiner Existenzangst mehr wären der optimale Weg. Aber das scheitert halt daran, dass es immer genügend Menschen gibt, die auf schwachsinnige Produkte wie Schmuck oder Sportwagen oder viel zu große Wohnräume und riesige Vermögen schielen, die mehr als das 10-fache der eigenen Existenz absichern.

    geschrieben am

    • Penelope

      Penelope Penelope

      Antworten Autor

      Du hast den nagel auf den kopf getroffen….genau so sehe ich das auch!

      geschrieben am

    • Martin

      Martin Martin

      Antworten Autor

      Bravo Thomas, das hast du sehr schoen zu Wort gebracht. Respekt. Dein Kommentar stellt den eigentlichen Bericht ein bischen in den Schatten :-)

      geschrieben am

    • Sandra

      Sandra Sandra

      Antworten Autor

      Chapeau!
      So ist es. So ist die Welt, in der wir leben. So spielen die Angestellten den „Oberen“ in die Hand. Und daraus ergibt sich auch die Lösung.. die Ebenen überspringen und gleich die Zeit genießen. Denn das heißt LEBEN. Sehr schön zusammengefasst!

      geschrieben am

    • Der Dude

      Der Dude Der Dude

      Antworten Autor

      Fuck, Thomas. Du sprichst mir aus der Seele!

      Sehr schön zusammengefasst. Du könntest jetzt kapitalistischer Geschäftsführer mit Verwaltungsaufwand und Risiko werden, indem Du Deine Gedanken konzentrierst und zu einem Werk bündelst. Würde man Dir bedingungslose Existenzsicherung gewähren, wäre das kein Problem.

      Ich sehe es nahezu 1:1 genau so. Wow.

      Was ich mir zur Zeit oft denke, es gibt einen intellektuellen Krieg gegen die Armen. Mit Vorurteilen wie: Arme sind faul und müssen mehr arbeiten, wenn man Ihnen Geld gibt machen Sie nichts mehr. Dabei gibt es ja einige Leute, die nicht arbeiten müssen, deren Grundbedürfnisse gedeckt sind. Das würde ja bedeuten, dass jeder Reiche automatisch Drogen nehmen würde und nichts tun, weil seine Grundbedürfnisse gedeckt sind.

      Die Stufe zwei dieses Bias ist dann, dass die Armen von Ihren Nachbarn (nicht von sich selbst) denken, die nehmen Ihnen die knappen Ressourcen weg. Im Prinzip ist das als ob man in einem rassistischen Teil der USA Afroamerikaner gegen Afroamerikaner hetzt. Nur ist es kein Rassismus, sondern arm gegen arm. Weil die Armen denken, dass die Armen Ihnen das Essen wegnehmen. Dadurch befürworten die Armen dann eine Politik der Reichen. Wenig begünstigungen für die Armen. Früher hat die SPD durch Hartz die Existenzsicherung gestrichen, jetzt wählen die Armen und Arbeitslosen die AfD, die auch wieder eine Politik der Reichen vertritt.

      Zu denen, die Geld haben, sehen die Armen hingegen auf. Ob das so ein archaischer Stammes-Hierarchie-Reflex ist: Der, der im Stamm viele Ressourcen hat ist zu respektieren.

      Und diese falsche Ethik des Fleißes begünstigt das Alles nur. Denn, wer viel hat, hat dies ja zwingend weil er fleißig war. Dabei wird vollkommen vergessen, dass eben die, die fleißig ihr Leben auf die Rente „zuarbeiten“ auch hart arbeitend waren und nicht reich geworden sind. Reichtum hat auch eine Glücks- und Logistikkomponente. Wenn man die Fixkosten des eigenen Lebens pro Monat nicht überschreitet, dann kann man noch so fleißig sein, man wird alles aufwenden, um eben zu Überleben. Die fleißigste Person, ist sie nur ausreichend schlecht bezahlt, wird niemals reich werden.

      Und das ist auch genau der Punkt bei der Existenzsicherung: Wenn man Menschen eine Existenzsicherung und einen Mindestlohn pro Zeit gewährt würden unsinnige Jobs automatisch wegfallen. Das geht schon los bei der ganzen unnötigen Bürokratie des Arbeitsamtes und künstlichen, sinnlosen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Als nächstes würden all die fragwürdigen Halb-Sklaverei-Jobs eine problematische Stellung erhalten und als drittes würden Menschen eher eine Arbeit annehmen die Sinnstiftend ist und die das Selbstwirksamkeitsgefühl erhöht. Künstlich geschaffene Jobs bräuchte es nicht mehr. Die Existenzsicherung kann man auch nicht horten, die „arme“ Bevölkerung würde Ihre untersten Bedürfnisse der Maslowschen Pyramide decken (Überleben, soziales Netzwerk, Wohnung) und für diese Deckung Ihr Budget wieder in die Wirtschaft investieren, was wiederum Arbeitsplätze begünstigt, die man sowieso benötigt. Die Leute könnten eben sinnvolle Arbeit machen und die Wirtschaft könnte sich etwas von dieser künstlichen Bedürfnisschaffung und Geschwindigkeit erholen und mehr auf wichtige Bedürfnisse und Qualitätsarbeit besinnen.

      geschrieben am

    • matrixen

      matrixen matrixen

      Antworten Autor

      Lieber Thomas, ich kann dich sehr gut verstehen … und die Emutionen mitfühlen …
      möchte jedoch noch eine weitere Sichtweise zutage bringen, da meine Welt ein wenig anders aussieht.
      Verzicht kommt für mich z.B. gar nicht in Frage, ob nun Konsum, Lebensquallität oder was auch immer, wenn ich es nicht will, dann ist es auch kein Verzicht, denn auf etwas verzichten tue ich nur dann, wenn ich eigendlich etwas will aber es aus anderen Gründen nicht annehmen kann. Warum soll ich also auf was verzichten ?, mein Paradies besteht nicht zur hälfte aus Verzicht, sondern eher das Gegenteil, aus dem vollen schöpfen, so ähnlich wie die Menschen mit ganz viel Geld es können. Ich muß dir leider einwenig widersprechen und zwar in den Punkten Geld, Konsum und Arbeit … , sie tragen keine Schuld an unserer persönlichen Situation und sind auch nichts negatives, sie sind nur Mittel zum Zweck, ja ich würde sogar so weit gehen und sagen sie dienen uns.
      Mit Geld werden jeden Tag wunderschöne Dinge vollbracht, die wir immer seltener erkennen …….. warum, fragt man sicht ? …… weil wir uns auf die schlechten Nachrichten übers Geld konzentrieren. Es interessiert uns viel mehr wer bestraft wird, als wem geholfen wird, ist es nicht so ? …. Es kauft sich doch keiner mehr eine Zeitung wenn da drin steht, „6 Kaninchen vor dem ertrinken gerettet“ , aber wenn da jetzt drin steht „6 Bankmanager im eigenen Geld erstickt“, dann wollen viele mehr wissen und vielleicht kommt ihm/ihr dann auch noch so ein Gedanke wie, „recht geschiets ihnen“ , welcher Gedanke ja nun nicht gerade sehr weit von dem eines Bankmanagers entfernt ist. Wobei ich an dieser Stelle sagen muß, es gibt auch gute Bankmanager.
      Ok, … Konsum, … ist auch nichts schlechtes, denn wenn man ein Bedürfnis hat, welches auch immer, dann finde ich, sollte man diesem umbedingt nachgehen, damit man anschließend weiß wie es ist, eine Erfahrung sammelt. Ein unerfüllter Wunsch wird mich in meinem leben so lange verfolgen, bis ich weiß wie es sich anfühlt, wenn ich das weiß, weiß ich ob es mir einen Wert gibt oder nicht …… kann ich es mitnehmen oder loslassen.

      Es sind nicht die jeweiligen Dinge, die uns schaden, …. wir sind es selber !
      Es ist das System nach dem wir leben, das ist lebensfeindlich aufgebaut … und ich spreche hier von eigenschuld, da wir es selber sind die dieses akzeptieren und annehmen.

      Dazu gehört selbstverständlich auch der Arbeiter, der das tut was er gar nicht mag und auch der, der gar nicht arbeitet aber sich die Stütze einpfeift ………. keiner von beiden ist schlauer oder dümmer als der andere, denn beide stimmen dem System zu. Alles was wir über Geld und das System wissen, sind nix anderes als akzeptierte Ideen, wahnwitzige Vorstellungen und Hirngespinnsten denen wir unseren Glauben schenken …. und das ganz freiwillig. Alles von dem wir glauben das wir es müssen, aus welchen Gründen auch immer, kommen aus unserem eigenen Kopf. Auch wenn wir es aufgetragen bekommen haben, haben wir immernoch selbst die Entscheidung getroffen dieses auch auszuführen. Erst wenn wir wieder in die Eigenverantwortung kommen, können wir etwas ändern …… erst dann hat man die Chance sein Leben wieder in die richtigen Bahnen zu leiten. Es wird ein Spiel mit uns gespielt, welches wir eigendlich gar nicht spielen wollen, da die angebotene Alternative jedoch noch schlimmer ist als der jetzige Zustand, nehmen wir es fast freiwillig an und machen uns in Einzelfällen sogar noch stark dafür, nur um es nicht noch schlimmer zu haben.

      Wer meint, das wenn er jetzt das System bekämpft, auf dem richtigen Weg ist, …. der plumst wieder in die Grube rein, …. denn das System ist genau darauf ausgerichtet und kostet einem wie du so schön und richtig beschreibst, wertvolle Zeit. Es hilft also nichts sich über die Schieflagen zu unterhalten und sich soweit einzuschränken bis man sich irgendwann gar nicht mehr bewegen kann ……. , …… für mich liegt die Lösung eines Problems immer in der Lösung und nie im Problem ……….. und das bedeutet, um neues erfahren zu können, muß ich altes loslassen und das Neue ist nun mal die Zukunft und Gegenwart, der rest gehört zur Vergangenheit.

      Ein kleines Wort möchte ich noch über Sicherheit loswerden. Lieber Leser, „Sicherheit“ ist ein Wort, welches ausschließlich in unserem Verstand existiert, … es ist im Grundegenommen eine Illusion mit einem dazugehörigen Gefühl.

      geschrieben am

  • pez

    Natürlich hast Du recht!
    Wir Menschen sind die einzigen Lebewesen auf diesem Planeten, die für ihre Existenz gezwungen werden, zu bezahlen.
    Wir sollten uns aber auch darüber bewusst sein, dass dieses Paradigma so gewollt ist – von den herrschenden Eliten.
    Alles, alles dreht sich nur mehr um das Geld bzw. darum, dass es nicht dort vorhanden ist, wo man es dringend bräuchte.

    Arbeit selbst ist in meiner Auffassung das, was einen am Leben erhält. Insofern werden wir alle etwas arbeiten müssen und sei es,
    sich um das Gemüse oder die Hennen zu kümmern.
    Insofern ist das Recht zum Nichtstun in seiner Umkehrung eine Frage, denn wer bekommt dann das Recht oder steht in der
    Verantwortung – oder gar in einer erworbenen Pflicht, zu tun?
    Wer übernimmt den Laden, den andere nicht führen können/wollen?

    Indes steht vor allem die Tatsache im Raum, dass so viele sinnlose Güter produziert werden, dass es den Eindruck macht, der
    Arbeitsmarkt sei eine Unterhaltungsabteilung der Politik. Jedoch allein die Tatsache, das es sich bei der Arbeit um einen Markt
    handelt, indem es um Menschen geht, darf philosophisch einmal die Runde machen.

    Ein Grundeinkommen wäre natürlich phantastisch, indem viele Menschen einer teilweise untragbaren Last
    enthoben worden wären.
    Die Faulen würden ihren sinnlosen Job nicht mehr machen und auf einen neuen Flatscreen sparen.
    Die Ambitionierten hätten plötzlich mehr Zeit, ihren Interessen nachzugehen.
    Die Kreativen würden blühen können.
    Die Familien wären entlastet.
    Und eine Jede und ein Jeder könnte etwas einbringen in die Gesellschaft, das nicht
    allein den eigenen Idealismus beinhaltet.

    Insofern ist es mir unverständlich (aus vielen weiteren Gründen mehr), warum wir
    kein Grundeinkommen haben.
    Aus der Sicht der Kaufkraft bzw. der finanziellen Umverteilung wäre ein Grundeinkommen
    doch ein Hit.
    Wir werden sehen, was in Finnland und vielleicht der Schweiz geschehen wird.

    Werden wir ausgebeutet und die Aubeutung betrifft unsre Lebenszeit.
    Sind wir vielleicht nur Zinssklaven?

    geschrieben am

  • Taiwa Kakunen

    Taiwa Kakunen Taiwa Kakunen

    Antworten Autor

    Sehr intereantes Thema und teilweise noch interesantere Antworten bisher :-)
    Leider ist es so, dass wir von Kind an zu diesem jetzigen Leben erzogen wurden und es uns von anderen abschauen. Wir bekommen fast rund um die Uhr gesagt, wie wir sein sollen (Werbung). Viele leben nur noch viertuell und wissen ja gar nicht was sie da eigentlich gerade tun.
    In meinem derzeitigen Leben (habe es 2007 abruppt verändert), lebe und arbeite ich. Meine Arbeit ist ethisch und macht Sinn. Ich lebe in der Arbeit und so ist es keine Arbeit. Ich lebe dabei auch so minimalistisch wie möglich. Brauche vieles nicht und schalte nur wenig die Nachrichten ein.
    Zu erkennen, was wirklich nützlich ist und zwar zum Wohle aller Wesen, ohne bei der Umsetzung Leid zu erzeugen, dass ist eine machbare Herrausforderung an uns alle.
    Finde herraus warum du lebst und du lebst. Trenne dich von den Hindernissen (Gier, Hass, Illusion) und lebe ein friedliches und zufriedenes Leben. Die Japaner nennen es „Motomenai“ , einfach ohne Verlangen zu sein. Verlangen nach nichts außer was zur Lebenserhaltung bedarf, ja noch nicht einmal Verlangen nach Veränderung.
    Allen eine gute Zeit und ein baldiges Erwachen.

    geschrieben am

  • Hein rich

    Hein rich Hein rich

    Antworten Autor

    https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeit

    Arbeit steht für:
    – Arbeit (Betriebswirtschaftslehre), Komponente der Produkterzeugung und ein Produktionsfaktor
    – Arbeit (Philosophie), das bewusste schöpferische Handeln des Menschen
    – Arbeit (Physik), Energiemenge, die bei einem Vorgang umgesetzt wird
    – Arbeit (Sozialwissenschaften), bezahlte Erwerbstätigkeit und unbezahlte Reproduktionsarbeit
    – Arbeit (Volkswirtschaftslehre), einer der Produktionsfaktoren in menschlichen Gesellschaften
    – Erwerbstätigkeit, Tätigkeit, mit welcher der menschliche Lebensunterhalt bestritten werden kann
    – Klassenarbeit, Leistungskontrolle in der Schule
    – Kunstwerk (z. B. „die Arbeit des Künstlers“)
    – Lohnarbeit, nach der Form des Entgelts, für Arbeiter (in Unterscheidung zum Gehalt des Angestellten)
    – wissenschaftliche Arbeit, Produkt einer Forschungstätigkeit
    – Beschäftigungsverhältnis

    geschrieben am

  • chris

    chris chris

    Antworten Autor

    Nette, aber leider nicht realisierbare idee

    geschrieben am

  • marianna

    marianna marianna

    Antworten Autor

    Super Grundartikel und tolle Beiträge.

    geschrieben am

    • Mark

      Mark Mark

      Antworten Autor

      Ich muss sie da leider enttäuschen: Es ist sehr wohl eine realisierbare Idee!

      geschrieben am

  • Nadja Beeker

    Nadja Beeker Nadja Beeker

    Antworten Autor

    Wer möchte, muss die Arbeit ja nicht gleich ganz weg lassen – ich verzichte monatlich auf ca. 300 Euro und bin dafür aus dem Vollzeit-Schicht-Stress raus. Ich arbeite als Teilzeitkraft nur an 5,75 Stunden, habe immer freie Wochenenden und keine verpflichteten Überstunden mehr. Dafür muss der Amazon-Kunde vielleicht mal auf ein Paket warten!Ich verkaufe meine Gesundheit nicht. Obwohl mir mein Job Spaß macht

    geschrieben am

  • Eike

    Eike Eike

    Antworten Autor

    Danke euch allen für die Beiträge.
    Mir hat das einiges gebracht und meine Wunschvorstellung der Zukunft weiter bekräftigt.

    Ich denke, vor allem für junge Menschen, ist dieser Link wohl äußerst empfehlenswert, damit zumindest unsere Generation (~U25) aus diesem wirtschaftlichen (kapitalistischen) „Stress-Teufelskreis“ heraus kommt.

    Ich glaube, die gesellschaftlichen Zwänge und die (wirtschaftsorientierte) Erziehung veranlassen erst, dass viele Menschen nicht den Mut aufbringen diesen Schritt zu gehen und vom Wohlstand Abstriche zugunsten von Lebensqualität und Gesundheit machen. So wie auch ich fast den Mut nicht gehabt hätte (Elternhaus/Erziehung, staatliche Schule…).

    Also nochmals danke für die Denkanstöße, welche ich in meiner Zukunft verwerten werde :)

    geschrieben am

  • heike

    heike heike

    Antworten Autor

    WÜRDE
    Giovanni Pico della Mirandola

    „Derjenige, der den Begriff der Würde des Menschen (lat. dignitas hominis) als erster formuliert, ist der Renaissance-Philosoph Giovanni Pico della Mirandola. Die Würde des Menschen gründet nach Pico della Mirandola darauf, dass, zugespitzt formuliert, die Natur des Menschen darin liegt, dass er keine (festgelegte) Natur hat, dass, mit anderen Worten, er die Freiheit hat, sein Wesen selbst zu schaffen. Den Schöpfer lässt Pico zu Adam sagen: „Keinen bestimmten Platz habe ich dir zugewiesen, auch keine bestimmte äußere Erscheinung und auch nicht irgendeine besondere Gabe habe ich dir verliehen, Adam, damit du den Platz, das Aussehen und alle die Gaben, die du dir selber wünschst, nach deinem eigenen Willen und Entschluss erhalten und besitzen kannst. Die fest umrissene Natur der übrigen Geschöpfe entfaltet sich nur innerhalb der von mir vorgeschriebenen Gesetze. Du wirst von allen Einschränkungen frei nach deinem eigenen freien Willen, dem ich dich überlassen habe, dir selbst deine Natur bestimmen.“ Diese Selbstbestimmung des Menschen macht, nach Pico, seine Würde aus.“

    geschrieben am

  • Wilson

    „Mir scheint, die Welt wird psychisch krank…
    …Nicht überraschend heutzutage;
    moderner Technik gilt der Dank –
    zu allem plötzlich in der Lage.
    Da wundert ’s nicht, dass mancher gern
    nostalgisch ‚rückblickt in die Fern‘
    vergang’ner Zeiten der Natur…
    Ach, wär’n wir doch vernünftig nur!
    Wir bauen aber rücksichtslos
    an uns’rer künstlichen Maschine;
    schnell und stark und laut und groß
    wird sie zur Königin der Bienen.
    Der Rollentausch ist kurios:
    sollt‘ sie doch uns ursprünglich dienen!
    Doch Konkurrenz und Ignoranz
    geh’n Hand in Hand verblendet hin;
    sie sehen nicht das große Ganz‘,
    geschweige denn den tief’ren Sinn…
    Im selbstgebauten Hamsterrad,
    da träumen sie vom Weltraumflug,
    und schreiten fort auf ihrem „Pfad“
    von Selbstverleugnung und -betrug.“

    – Aus >Gespenster und der Geist< von Erasmus Hoffmann

    geschrieben am

  • Natty

    Natty Natty

    Antworten Autor

    Arbeit: körperl. oder geistige Betätigung;
    das germ. Wort araþi „Mühsal, Plage“ hat erst im Neuhochdeutschen die Bedeutung einer Tätigkeit mit Wert und die Bezeichnung der Arbeit als Beruf gewonnen…

    http://www.wissen.de/wortherkunft/arbeit

    geschrieben am

  • Britta

    Ich finde besonders den Aspekt interessant, das Arbeit auch schaden kann (Umweltzerstörung durch Konsumgüter). Für mich bewährt sich ein Leben mit wenig Konsum und wenig „Arbeit“. Arbeit und Freizeit unterscheiden sich nicht wirklich bei mir. Manchmal arbeite ich für Geld, manchmal nicht. Die Dinge die ich tue, sind alle mehr oder weniger sinnvoll.

    geschrieben am

  • Regina

    Regina Regina

    Antworten Autor

    Tja….wie gerne würde ich aussteigen aus diesem Hamsterrad. Ein paar Versuche dazu sind leider gescheitert. Lag“s an mangelndem Wissen oder Wollen???
    Doch ich bleibe am Ball. Bewusst-Sein, Achtsamkeit und Minimalismus sind grad meine Lehrer.
    Und…..die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Eure Beiträge sind sehr bereichernd und teilweise ermutigend.
    Die Tage habe ich durch Zufall auch ein wunderbares Buch gelesen.

    „Das Beste was wir tun können, ist nichts“ von Björn Kern.

    Wie oft habe ich mich darin wiederentdeckt, geschmunzelt, gestaunt und mächtig viel dazugelernt bezüglich unseres Kosumverhaltens. Ich kann es zu 100% weiterempfehlen.
    Vieles wäre anders, wenn wir uns nicht von den Medien nicht vorhandene Bedürfnisse suggerieren lassen würden.
    Hoch lebe die Wegwerfgesellschaft. Und sie hat ihren Preis. Am Ende unbezahlbar!
    Die einzig gesellschaftlich anerkannte Form des Selbstmords, ist sich zu Tode arbeiten!
    Wachen wir auf, stehen wir auf, gehen wir los……in die richtige Richtung.

    geschrieben am

    • Nana

      Nana Nana

      Antworten Autor

      Liebe Regina,
      Ich bin gerade (behutsam aber entschlossen aus meinem 16 Jahre dauernden Hamsterrad ausgestiegen, lebe von Ersparten und entschleunige mich, schau mich um und bin vor allem gleich auf die „Anastasia“ Bücher gestoßen, wo es genau um dieses Thema geht… Kann ich dir empfehlen und es könnte sich eine völlig neue Realität (Netzwerk Gleichgesinnter) auftun! Vertraue deinen Gegühlen und Träumen! Herzlich, Nana

      geschrieben am

  • Jutta Borek

    Jutta Borek Jutta Borek

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    Bitte korrekt zitieren! „Kein Mensch muss müssen!“ ist von Lessing (zwar aus dem Zusammenhang gerissen, aber o.k.) – Man ist niemandem in der Welt etwas schuldig, als sich selber – ist dazu erfunden und es heißt … außer sich selbst!

    geschrieben am

  • Claudia

    Claudia Claudia

    Antworten Autor

    Anfang des Jahres gab es eine kleine Serie, die sich genau diesem Thema widmete, auf deutsch hieß sie Stadt ohne Namen und im Original Trepalium. Auch hier wurde der Ursprung des Wortes erforscht und hinterfragt. Und es wurde deutlich, wie die, die keine Arbeit bekamen, die „Untätigen“ und die Arbeitenden gegeneinander ausgespielt werden. Es erinnert mich an Gladiatorenkämpfe. Und bezeichnenderweise beginnen die Kommentare hier genau mit diesen zwei „Gegenspielern“. Letztlich ist keiner in diesem Spiel glücklich, denn auch Profit und das Bewusstsein, auf Kosten des Lebens anderer zu profitieren macht niemanden froh, Und die Arbeitslosen leben nicht auf Kosten der Arbeitenden, sondern die, die das meiste Kapital anhäufen, die leben auf Kosten derer, die als Kapital nur ihre Arbeitskraft haben und konsumieren müssen, ob sie nun arbeiten “ dürfen“ oder nicht. Dieses Prinzip könnte genauso gut Ausbeuterismus heißen.

    geschrieben am

  • Sylvia

    Sylvia Sylvia

    Antworten Autor

    Ich kann schon verstehen, nach 25 Jahren die gleiche Arbeit in der gleichen Firma. Aber schau die Arbeitslosen an, die Renter, Mütter mit Kinder ohne vernüftige Kinderbetreuung, ohne Anerkennung und Wertschätzung? Meinst du die sind glücklich? Ich habe meine Zweifel!

    geschrieben am

  • O. Grimm

    O. Grimm O. Grimm

    Antworten Autor

    Ein Hoch auf den Sozialstaat und seinen Bodensatz an Schmarotzern. Wenn diese Zecken dann wenigstens so konsequent wären und keine staatliche Unterstützung einfordern würden, könnte man gegen den individuellen Lebensweg wohl nichts einwenden. Aber die Realität sieht eben, wie hier ersichtlich, leider ganz anders aus.
    Ein Forum voller Nichtsnutze!

    @ Jasmin: Tue doch am besten dem Jobcenter deine Einstellung kundtun! ;-)

    O. Grimm

    @ Jasmin: Tue doch am besten dem Jobcenter deine Einstellung kund tun!
    O. Grimm

    geschrieben am

    • lebender Mann

      lebender Mann lebender Mann

      Antworten Autor

      Jede Firma, die Profit macht, um ihre Angestellten ordentlich zu bezahlen ist im verlogenen Wirtschaftssystem organisiert und Schmarotzer und Betrüger an der Erde und allen Lebewesen. Um im System finaziell aufzusteigen, wird man zum Psychopath oder obrigkeitshörigem Unwissenden erzogen.
      Das oberste Gesetz ist maximaler Profit, egal wie und das geht nur mit Betrug.
      Also, wer denkt, daß er kein Schmarotzer ist, weil er für eine Firma arbeitet, ist auch bloß ein Helfershelfer im gesamten korrupten System.
      Das System sieht nicht vor, daß das Leben mit ehrlicher Arbeit finanziert wird. Es gibt gar nicht genug Arbeit. Und die Arbeit, die es gibt wird von wenigen unter versklavenden Bedingungen gemacht. Geld ist Schuld. Und die Zinsen sind exponentiell nur durch neue Schuld zu bezahlen.
      Es gibt viel Unwissenheit der Leute, die hier mitmachen.
      Ich arbeite 30 Stunden in der Woche für eine Firma eigenverantwortlich bis zur physischen Schmerzgrenze. Die Firmen belügt mich dreist und ich bekomme nur 480 Euro im Monat netto. Warum ist das wohl möglich? Zum Jobcenter gehe ich nicht aufstocken. Antwort: Ich habe alles, was ich brauche und sage immer die Wahrheit
      Die Lügen und helfershelferische Dummheit sind jedoch unglaublich belastend und könnte bei Licht betrachtet zur von den Logenbrüdern auf die Georgia Guide-Stones gemeißelten Reduzierung der Weltbevölkerung führen.
      Wer nicht arbeitet soll das ruhig tun und es ist jedem seine eigene Entscheidung. Man bekommt dieses Geld allerdings nicht umsonst und es ist nicht von Arbeitenden zwangsweise durch Steuern gespendet, sondern man muß Unterschriften leisten, die den Lebenden zur toten Sache ohne Rechte machen. Die echte Geburtsurkunde ist das Bankenzertifikat. Welcher Zauber befreit von diesem Teufelsgeschäft? Die Wahrheit.

      geschrieben am

  • Beate

    Beate Beate

    Antworten Autor

    schöne Beiträge, die zeigen wo wir alle stehen, dass wir langsam erwachen und uns die Manipullationen noch immer in ihrem Bann haben
    ich habe mich auch aus dem Amt und aus der 40 Stunden Woche verabschiedet, habe einen „sicheren Job“ aufgegeben und kann nur jedem empfehlen das auch zu tun
    ich kann aus meiner eigenen Geschichte heraus auch die Jennifer verstehen, denn jeder der im Hamsterrad steckt und der Lüge der vermeintlichen Sicherheit noch verfallen ist, kann ganz schwer neue Impulse bekommen und MUT schöpfen – er ist einfach zu beschäftigt – das ist ja das geniale – das System kontrolliert/manipulliert unseren Glauben und damit werden wir zu Sklaven, abgetrennt von allem was wir sind und so können wir andere Wege nicht sehen
    ich möchte dazu anregen alle die noch dem 40 Stunden – Angestellten – Wahn verfallen sind weder als Opfer zu sehen und auch nicht als Depp, der ja wohl gar nichts kappiert
    genau dann gewinnt das System schon wieder, weil es uns entzweit und wir sind ja alle eins oder wir sind nur so stark wie das schwächste Glied unserer Gruppe
    Ich übe mich im Verständnis für Alle, denn ich habe ja auch schon so so unbewusst gelebt und ich bin so so dankbar, dass ich durch Krankheit und die Hilfe „meines“ Pferdes da raus gefunden habe, wohl wissend, dass andere einen längeren Weg brauchen und vielleicht der Aufwachprozess noch dauert – Zeit spielt keine Rolle…
    Mein Gefühl sagt mir, dass jegliche Agression gegen andere meine Energie von mir abzieht und das System gewinnt erneut – das ewige Krieg und Frieden- Spiel geht dann weiter (schon seit tausenden von Jahren)
    und es ist so einfach: jeder guckt in seinem Leben, jeder räumt bei sich selbst auf und wenn andere ihn ärgern oder aufregen, dann gucken wir in unserem Leben und ich finde dann eine Situation, in der ich genau das, was mich gerade aufregt, auch schon „falsch“ gemacht habe und schon kommt das Verständnis für den Anderen, das Mitgefühl für seine Situation und dann ist Heilung in mir möglich, weil ich Liebe statt Wut fühle und dann hat der Andere eine Chance von mir einen Aufwachimpuls zu erhalten, der ihn wirklich wirklich sich ent-wickeln lässt
    ich traue mich zu behaupten, dass niemand von uns etwas von jemandem annehmen kann, wenn es aus Verachtung gesprochen wird… oder?
    das neue Zeitalter steht aus meiner Sicht für Leichtigkeit und Einfachheit – alles was leicht geht – das gehört zu meinem neuen Weg – alles was stockt und schwer voran geht – da stimmt was nicht und ich kann loslassen üben und einen Weg suchen, der sich leicht anfühlt
    nach ein wenig Übung macht das Leben nur noch Spaß, weil Schwierigkeiten oder Hindernisse keine Katstrophe mehr sind sondern genau wie jede Krankheit eine Hilfe, eine Ermahnung zur Kreativität bei der Suche nach anderen, leichteren Wegen

    alles Liebe Beate

    geschrieben am

  • coriandreas

    coriandreas coriandreas

    Antworten Autor

    Jeder der nichts tut, ist aktiver Klimaschützer! Keine Arbeit, kein Geld, kein Konsum! Arbeitsverweigerung ist erste Bürgerpflicht, oder wir akzeptieren, dass die Menschheit (nicht erst in 100 Jahren) ausstirbt! Und die Sintflut alles verschlingt! #pandemien #hitzewellen #extremwetter

    geschrieben am

  • coriandreas

    coriandreas coriandreas

    Antworten Autor

    Noch etwas Historisches:
    Die Römer sagten:
    Arbeit ist nur etwas für Sklaven.
    Heute könnte man analog dazu sagen:
    Überlassen wir die Arbeit besser den Maschinen und den Computern (elektronische Maschinen)!
    Die brauchen auch kein Geld und konsumieren auch nichts aüßer einer rudimentären Selbsterhaltung. #klimawandel #wachstum

    geschrieben am

  • Manu

    Manu Manu

    Antworten Autor

    Der Anfang wurde fälschlicherweise mitkopiert. Ich wollte aber lediglich die wunderbare Ankdote zur Senkung der Arbeitsmoral von Heinrich Böll zitieren.

    geschrieben am

  • Karen

    Karen Karen

    Antworten Autor

    Danke O. Grimm

    geschrieben am

  • Lothar

    Lothar Lothar

    Antworten Autor

    Irgendwen lange um Erlaubnis fragen ist nach meiner Erfahrung schon der falsche Ansatz. Die Beantwortung ergibt nur Zores und ist als Thema nur für Medien interessant. Ausser für Spezies Homo Sapiens scheint mir diese Frage für den Rest der Lebensformen auf diesem Planeten schon sehr sehr lange hinreichend beantwortet …
    Platon’s Höhle verlässt man am besten auf leisen Sohlen, freut sich am Ergebnis und verschwendet besser keinen Gedanken an die Rettung Anderer, die einen zum Dank nur in Stücke reissen würden. Uns aus dem Elend zu erlösen können wir nur selber tun … viel Spass ;-)

    geschrieben am

  • Nuspli

    Nuspli Nuspli

    Antworten Autor

    Nach über 16 jahren krankenpflege bin ich psychisch und physisch am ende. Ich soll weniger alg 1 erhalten als eine nachbarin , die nie arbeiten war und wo das alg 1 mit kind fiktiv berechnet wird . Dazu wird man im alter ein sofortiger hartz 4 fall und lebt unter dem existenzminimum . Ich werde wohl noch zehn jahre teilzeit arbeiten und wenn mein kind das haus verläst wars das. Mal verliert man , mal gewinnt man sagt der dude. In zehn jahren werde ich diesem system adieu sagen . Dann werde ich gewinnen , zeit , erfüllung , ruhe , gesundheit und freude. Bis dahin ist finanzielle einschränkung mein weg. Das was du nicht ausgibst , must du auch nicht verdienen. Zitat aus die asket strategie…… ohne kind würde ich sofort aussteigen.

    geschrieben am

  • Nutella

    Nutella Nutella

    Antworten Autor

    Wie wäre es, das Geld komplett abzuschaffen?

    Auch Steuern fallen weg und staatliche Unterstützung.

    Jeder kümmert sich selbst um sein Seelenheil wie auch um seine Nahrung.

    Baut sich Gemüse an und darf es ernten.
    Geniesst die Sonne und das Sein, bis der Msgen knurrt.

    Das wäre doch wirklich fair, nicht wahr?

    ;-)

    geschrieben am

  • Theresa

    Theresa Theresa

    Antworten Autor

    Ich habe gerade mal im Buch „Die Regeln des Lebens“ nachgeschlagen: Man Darf!
    Man darf alles was man möchte! Ist das nicht herrlich? :)

    geschrieben am

  • Nicole

    Nicole Nicole

    Antworten Autor

    Immer diese hirnlose Kapitalismuskritik. Nicht arbeiten wollen, aber auch keine sinnvollen Alternativen anbieten, klar. Back dein Brot selber, dann muss dein Bäcker nicht mehr früh aufstehen – und was, wenn mein Bäcker früh aufstehen will, weil er Geld verdienen, weil er sich was leisten will? Wenn er seinen Job am Ende gerne macht? In unserer Gesellschaft wird gern gejammert, aber am Ende gilt – gerade in einem System wie dem unsrigen – dass jeder seines Glückes Schmied ist. Mit anderen Worten: Mach deine Schule, dann such dir einen Job, der dir Spaß macht und arbeite, um in diesem Job erfolgreich sein zu können. Dann hast du einen Tagesablauf, der dich glücklich macht UND Geld. Das ermöglicht dir der Kapitalismus, kein anderes System. Du musst nur eben auch bereit sein, etwas für deine Ziele zu tun. Aber jammern ist einfacher, und darum fantasieren wir lieber weiter von der arbeitsfreien Welt und dem bedingungslosen Grundeinkommen, was?

    geschrieben am

  • Aaaragorn

    Aaaragorn Aaaragorn

    Antworten Autor

    Gute Leistung hat null mit dem zu tun was Geld bringt. Die besten Sachen, die ich gemacht habe, die wo ich mich wirklich unheimlich reingehängt habe – haben fast gar nix gebracht – jedenfalls nicht mir, nur dem jeweiligen Projektleiter. Das sich verkaufen können ist im Normalfall viel wichtiger als das Leistung erbringen. Wer sich nur gut verkaufen kann muss im Zweifel noch jemand anders an der Hand haben, der dann auch die Leistung erbringt, die er verkauft.
    Wie auch immer, ich denke, heutzutage, wenn Hartz4-Jasmin so leben will, soll sie doch, wir nehmen letztes Jahr 1Mio und ab dem nach Plan 0,5Mio Neubürger auf, die jeder einzelne einiges mehr kosten als ein deutscher Hartz4-Empfänger (nämlich rund 20.000 Euro/Neubürger – das sind aktuell ziemlich exakt 1000 Euro, die aktuell jeder einzelne Steuerzahler dafür abdrücken darf.).
    Da kommen wir auch nur mit helfen müssen und blablabla.
    Wenn Du mit den Leuten sprichst… na ja.
    Die Rechnung oben habe ich mir auch gemacht, als ich damals Familie ernähren wollte, aber weil ich mit weniger gut bezahltem Job damals unter Sozialhilfeniveau war, das ist schon echt kacke, man will arbeiten, man arbeitet, qualifizierten Job, vollzeit, und hat trotzdem weniger als einer der nichts macht. Es geht da nicht um Neid/Eifersucht, aber wenn man nach Abzug von Miete und Krankenversicherung nur den halben Sozialhilfesatz hat, dann geht es ums nackte Überleben.
    Ich habe damals alle Lebensmittel in einer Excel-Tabelle nach Kcal/Euro sortiert, nur dadurch sind wir nicht verhungert. Mit halben Sozialhilfesatz musst Du nämlich erstmal den Kaloriengrundumsatz zusammenbekommen – ohne genau das richtige zu kaufen schafft man das nicht.
    Aber wie auch immer, die ganzen Politiker, die nur am Volk vorbeiregieren leben auf unsere Kosten und sind damit Schmarotzer. Die Polizei, die das deutsche Volk nicht schützt (wie Silvester in Köln), aber gegen das deutsche Volk vorgeht (wie bei der ersten Demo danach) leben auch auf unsere Kosten, erfüllen aber nicht mehr unsere Interessen, Schmarotzer.
    Die Banker…. oh… die armen, armen Banker… da läuft das Geschäft nicht rund… ja, den armen armen Bankern müssen wir ja helfen, 1000Millarden Euro Absicherung – und niemand interessiert es… Also wenn wirklich jemand sich beklagen will wo UNSER ganzes Geld hingeht, dann schaut zu den Bankentürmen in Frankfurt! Das sind so unendlich viel höhere Summen als alles andere!

    Also Hartz4-Jasmin, wenn wir aus reinem Gutmenschentum mal ebenso den armen armen Bankern unter die arme greifen können mit 1.000.000.000.000 Euro Absicherun (EU-weit), da können wir auch Dir mit 1000 Euro monatlich für die nächsten hundert Millionen Jahre helfen. Kommt auf`s gleiche raus.

    geschrieben am

  • Herbert

    Herbert Herbert

    Antworten Autor

    Bin auf diese Seite gestossen und doch sehr erschrocken. Ich bin als Chef einer kleinen Firma am Sonntag in meinem Büro, wie üblich. Damit das Finanzamt am 15. € 5000, die Sozialversicherungen am Monatsende € 8.000 von meinem Konto abbuchen können. Geld, das es ermöglicht, dass Jasmin und Jennifer ihren Traum vom Leben ohne Arbeit verwirklichen können. Dies klappt so lange, wie es viele vermeintlich Dumme gibt, die als Inhaber eines Betriebs oder als Arbeitnehmer dafür sorgen, das Jasmin und Jennifer nicht verhungern . Lebten sie in Ruanda , im Jemen oder Äthiopien, würde Ihnen niemand Hartz vier und freie Krankenkasse bezahlen, sie würden einfach verhungern.
    Ich habe Spass an meiner Arbeit, an jeder Art von Arbeit. So lange ich 2 gesunde Hände habe und einen Kopf zum Denken , würde ich arbeite. Ich bin stolz darauf, dass in meiner Familie seit über 100 Jahren niemand Kniefälle vor einem Beamten machen mußte, um nach Ausfüllen von 27 Seiten allerpersönlichstes das Manna genannt Hartz 4 zugeteilt zu bekommen.
    Müßte ich nicht mit meinen Zahlungen Leute wie Jasmin und Jennifer mit durchfüttern, könnte ich für die gesparten € 3000 noch jemand einstellen und müßte dann sonntags nicht mehr im Büro sitzen, sondern könnte mir wie alle anderen Chefs sonntags die Eier schaukeln oder was die nach Meinung vieler Schreiber hier so tun.
    Wer ein Leben auf Kosten anderer als erstrebenswertes Ziel darstellt, sollte sich schämen und das nicht noch als vermeintliches Recht mit Anleitung zum Melken unserer Sozialsysteme anderen Menschen aufzwingen wollen.
    Schönen Sonntag Herbert

    geschrieben am


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