Gedanken einer Arbeitssuchenden

Gedanken einer Arbeitssuchenden

  Eine Windböe wirbelt die bunten Blätter vom Boden auf und ich ziehe leicht fröstelnd meine Jacke über. Noch hat sich der Winter nicht angekündigt und Sonnenstrahlen erwärmen meine Nase während ich auf der Terrasse meiner Eltern sitze. Ich bin entspannt. Doch ich darf mich der spätsommerlichen Idylle des Dorfes nicht hingeben. Ich muss Arbeit finden.

Ist doch alles nicht so schlimm, oder?

Ist doch alles nicht so schlimm, oder?

Wer schon lange nicht mehr die Zeitung aufgeschlagen hat, kurz vor der Tagesschau immer zum Kühlschrank geht um sich einen Snack zu holen oder im Internet statt Spiegel Online lieber sprechenden Lämmern zuschaut, dem sei nun geholfen. Wir haben uns mit Andrea von Yay! Good News zusammengetan und präsentieren Euch hier mal eine Auswahl von einem scheinbar raren Gut: Nachrichten, die keine Angst machen. Diese „Good News“ sollen fester Bestandteil der Print-Ausgabe von transform werden. Denn es passiert viel mehr Gutes, als wir glauben…

Über eine Anleitung zur Karriereverweigerung

Über eine Anleitung zur Karriereverweigerung

  Ich befinde mich in der Universität Leipzig. Der Vorlesungsraum ist brechend voll, das Publikum äußerst gemischt. Vor uns sitzen drei Personen, eine von ihnen trägt einen Anzug und einen auffallend gepflegten Haarschnitt. Das verwundert sehr, denn die degrowth Konferenz besticht durch einen eher hippiesken look ihrer Teilnehmer*innen. Mit dem Kontrast zu Dreads und Jogahosen will hier jemand offensichtlich provozieren. „Anleitung zur Karriereverweigerung“ als Titel einer Vorlesung scheint einen Nerv zu treffen, der alles andere als abschreckt und vielmehr durch alle verschiedenen Gruppierungen hindurch auf gewaltiges Interesse stößt. Stakkatoartig liest der Mann im Anzug eine Aufzählung von Krisen vor. „Klimakrise, […]

Schmeiß den Lebenslauf weg und say yeah.

Schmeiß den Lebenslauf weg und say yeah.

  Meine Bildung besteht zum größten Teil aus Lücken. Alfred Polgar   Immer wieder verwerfen Menschen ganze Lebensträume, weil sie sich Sorgen machen. Nicht etwa aus Angst vor dem Unbekannten oder Ehrfurcht. Sie machen sich Sorgen über Lücken auf einem Stück Papier, welches den angeblichen Verlauf des eigenen Lebens darstellen soll. Es hat nichts mit einem Tagebuch zu tun. Unser erster Kuss ist dort genauso wenig zu finden wie unser letzter Festivalbesuch oder das Wochenende am See mit der ganzen Familie. Ihr alleiniger Zweck ist die Zurschaustellung der eigenen Qualitäten. Der kommerziell verwertbaren, wohlgemerkt.

Neuere Beiträge Ältere Beiträge
Mehr!